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Liebe Freunde von KIDS Kenia,


das Jahr 2020 nähert sich dem Ende.

Aktuell erleben wir alle eine Situation, die wir vor Kurzem noch für undenkbar hielten, oder?!

Wir möchten diesen Newsletter nutzen um uns zu bedanken – im Namen der KIDS – im Namen der Angestellten des Kiaragana Kinderheims – im Namen des Vorstands von KIDS Kenia e. V.

Danke für Ihre Treue und Danke! für Ihre Spenden.

In unseren drei Newslettern, die wir dieses Jahr schon veröffentlicht haben, zeigten wir schon einiges, was in diesem Jahr passierte.

Es wurde ein weiterer grosser Wassertank aufgestellt und wir haben eine Straße gebaut. Vier Monate haben wir in Kenia verbracht und Sie daran teilhaben lassen, wie die KIDS die Anfänge der Corona Pandemie erlebten.

24. März 2020 Die KIDS in Quarantäne // The KIDS in quarantine
27. April 2020 Herzliche Grüße vom Äquator …
14. Juni 2020 Der kenianische Winter ist da …

Doch alles haben wir Ihnen noch nicht erzählt und das möchten wir nun nachholen – wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen.
 

Nach wie vor sind viele Schulen in Kenia geschlossen.

Die KIDS lernen bei uns im Kinderheim zusammen mit unserer lokalen Sozialarbeiterin.
 


Ein kleiner Verein geht seinen Weg ...


So sind wir optimistisch und voller Tatendrang in das Jahr 2020 gestartet und haben grosse Vorhaben angefangen umzusetzen …

Wir sind sehr froh, dass wir Ende 2019 und Anfang 2020 unsere großen Bauvorhaben anfangen konnten. Noch weitaus mehr freuen wir uns darüber, dass wir diese zu 95 % vor dem Ausbruch der Corona Pandemie fertig gestellt hatten.

Denn heute, mit den aktuellen Vorzeichen, wären wir nicht mehr so mutig.

Aktuell heisst es: Geld zusammen halten.
 

Das Herzstück des Kinderheims
 

Die Küche


Die Küche im Kinderheim war schon sehr alt und wurde ständig hier und da „geflickt“.

Der Boden war rissig, die Löcher in den Wänden und im Dach wurden immer größer ...

Es war schon lange an der Zeit, die Küche von Grund auf zu sanieren.

So packten wir es an.

Ende 2019 hiess es Abriss! Und Neubau!

Und los geht’s..


Alle waren begeistert und freuten sich auf ein schönes modernes Gebäude.

Viel Spielraum für eine Vergrößerung hatten wir nicht. Daher wurde das Maximum rausgeholt.

Das Hightlight für die KIDS: Eine schöne überdachte Veranda.

Denn nun muss niemand mehr bei der Essensausgabe im Regen stehen.

In der Regenzeit war genau das immer ein großes Problem. Die KIDS sind hart im Nehmen und haben sich bei Regen ganz dicht an die Wand gestellt. So nah, dass sie den kleinen Schutz der Regenrinne ausnutzen konnten, um nicht naß zu werden.

Doch das ist nun Geschichte.

Wir sagen Danke für unsere neue grosse und vor allem helle Küche!
 
 

Das Gästehaus.


In diesem Zuge, haben wir die Baumaßnahmen gleich weitergeführt und unser Gästehaus erneuert.

Auch hier hieß es: Abriß und Neubau!

Das alte Gästehaus war genauso alt wie die Küche und diente lange Zeit als Hühnerstall und Lager.

Vor ca 15 Jahren haben wir Trennwände gestellt und Betten aufgestellt.

Doch die Termiten haben den Sinn einer Trennwand nicht ganz verstanden und machten sich nur all zu gern über unsere Leichtbauwände her.. Die Löcher wurden immer größer.

Tarantulas, Kakerlaken und Schlangen fanden immer wieder den Weg in unser Gästehaus und machten es sich gemütlich. Und in der Regenzeit blieb leider keiner der provisorischen Räume trocken...

Somit war die Entscheidung gefallen. Ein neues schönes Gästehaus sollte das Kinderheim zusätzlich schmücken.

Als erstes ist unsere Sozialarbeiterin in das neue Haus eingezogen. Sie möchte auf Grund von Corona aktuell 24/7 bei den KIDS bleiben.  

Ihre Passion, den KIDS so umwerfend und aufopferungsvoll zu helfen, wissen wir sehr zu schätzen!

Danke.


Weitere Kinder


Wie wir bereits berichteten häufen sich die Anfragen von den Ämtern und Polizeistationen, ob wir – wenn auch nur kurzfristig – Kinder aufnehmen können.

Jedes Kind, welches wir aufnehmen, ist für uns immer mit Kosten verbunden.

Ein Bett, Bekleidung, Verpflegung und Arztbesuche kommen auf uns zu. Und nur zu oft wurden Kinder von den Behörden zu uns gebracht, die nur ein paar Tage bleiben sollten. Doch dann hat sich niemand wirklich verantwortlich gefühlt und die KIDS blieben über Jahre bei uns.

Aktuell häufen sich Fälle von häuslicher Gewalt gegenüber Kindern.

Wir haben uns dazu entschlossen, einen weiteren Raum für vier Kinder auszubauen.

Viele mögen meinen: Was nur vier? Was sind schon vier Betten mehr? Macht das einen Unterschied?

Vielleicht ja.

Vielleicht nein.

Wir tuen was wir können. Für uns bedeuten vier neue Plätze zu schaffen viel Geld und Arbeit. Und ja, für uns macht es einen Unterschied. Es sind vier weitere Kinder, die eine Chance auf eine Zukunft haben. Denn mit der Aufnahme der Kinder wären die Weichen gestellt. Denn sie müssen nicht weiter auf Polizeistationen schlafen oder nächtliche Unterkünfte unter Marktständen aufsuchen.

Zwei Doppelstockbetten, Matratzen, Schränke, Handtücher und Anziehsachen wurden angeschafft, damit die neuen Schützlinge gut ausgestattet sind.

Die Kapazität zu erhöhen ist für uns ein Schritt in die richtige Richtung.

Unsere Notfallbetten bleiben davon unberührt.
 


Schuljahr 2020 und die Tragweite der Corona Pandemie


Seit März diesen Jahres sind die KIDS nicht mehr in der Schule, denn diese wurden bis auf weiteres geschlossen.

Nur ein paar Wochen später ließ die kenianische Regierung verkünden, die Schulen nicht vor 2021 wieder zu öffnen.

Nun Ende des Jahres steht fest: Alle Schüler sollen das Schuljahr wiederholen.

Die Prüfungen werden ausgesetzt.

Für viele Familien ein grosses Desaster, weil Schulgebühren nicht zurückerstattet werden.

In Kenia sind Schulen mehr als nur Bildungseinrichtungen.

Für die meisten Kinder ist es die einzige Möglichkeit, einmal am Tag eine warme Mahlzeit zu erhalten.

Für Mädchen bietet die Schule zusätzlich tagsüber einen Schutzraum.

Auf Grund der harten Maßnahmen, wie das Schließen der Schulen für fast ein ganzes Jahr, sind viele Kinder besonders schwer getroffen.

Die Eltern versuchen trotz Lockdown Essen für die Familien zu besorgen. Die Kinder sind dann tagsüber unbeaufsichtigt. Für kleinste Gefallen, wie Lernmaterialien oder eine warme Mahlzeit, wird oft Sex verlangt.

Tausende Missbrauchsfälle sind bereits registriert –  aber eine noch deutlich höhere Dunkelziffer wird von verschiedenen Institutionen befürchtet, denn: Laut kenianischem Gesundheitsministerium machen Minderjährige mehr als 70% der Vergewaltigungsfälle aus.

Die Frühschwangerschaften haben drastisch zugenommen und ca. 400.000 Teenagerschwangerschaften werden aktuell erwartet.

Eine Schwangerschaft bedeutet für die jungen Mädchen, dass sie nicht mehr zur Schule gehen dürfen.

Darüber hinaus werden sie oft von den Familien verstoßen, sie gelten als schmutzig, da sie schon so jung Sex hatten.

Ein Teufelskreis, der nur schwer zu durchbrechen ist.

Auch werden Kinder aktuell losgeschickt um Geld für die Familie zu verdienen.

Die Jungs auf Baustellen.

Die Mädchen verkaufen Waren am Straßenrand oder arbeiten als Hausmädchen.

Immer wieder kommen uns Fälle zu Ohren, wo Familien minderjährige Kinder zur Prostitution zwingen, damit Geld reinkommt.

Besonders verzweifelte Fälle berichten von Eltern, die morgens das Haus verlassen und nicht wieder zurückkehren.

Die Kinder sind plötzlich auf sich alleine gestellt und somit schutzlos vielen Gefahren ausgesetzt.

Wir können nicht alle von Ihnen retten, doch unseren Beitrag leisten.

Zusammen mit Ihnen, liebe Spenderinnen und Spender, ist es uns möglich, Kinder zu retten und ihnen eine würdevolle Zukunft zu bieten.

Das haben wir in den letzten Jahren getan und wir werden uns nicht davon abhalten lassen, weiter zu machen.

Leider werden wir dieses Jahr keine Schulabgänger in Berufsausbildungen oder auf eine Universität schicken können, da, wie schon erwähnt, alle Schüler das Schuljahr wiederholen müssen.
 


Wir verteilen Lebensmittel


Durch die Schließungen der Schulen, wurden im Kinderheim viele Lebensmittel abgegeben.

Hinsichtlich der aktuelle Notlage, haben wir uns dazu entschieden Lebensmittel abzugeben und sind in Gebiete gefahren, die auf Grund von Überschwemmungen fast komplett abgeschnitten waren.

Die Spenden wurden mit großer Dankbarkeit und Freude angenommen.


Wir bitten Sie erneut uns treu zu bleiben, denn nur mit Ihnen zusammen können wir das Überleben des Projekts gewährleisten und die Zukunft der Kinder und Angestellten, sowie auch deren Familien, sichern.

Jede Spende hilft. Jede Spende kommt an.

Bleiben Sie gesund!

Wir grüßen Sie herzlichst aus Lübeck und wünschen Ihnen eine besinnliche Weihnachstzeit

Ihr KIDS Kenia e.V.
INFO: Das Kiaragana Children Home bietet Kindern einen Schutzraum. Kindern, die häusliche Gewalt erleben. Kleinen Mädchen, die als Sexsklaven verkauft werden, oder Zwangshochzeiten ausgesetzt sind. Kleinen Jungen, die von zuhause verstoßen werden, da ihre Mütter oft selbst noch Kinder sind und mit Drogen und Prostitution versuchen auf der Straße zu überleben. Wir sind staatlich anerkannt. In Deutschland wie in Kenia.
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