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Newsletter Oktober 2014
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Bericht aus Rom

 Liebe Mitglieder! Liebe Freundinnen und Freunde!

Die Tage in Rom anlässlich des Synodenbeginns waren ereignisreich. Unsere Pressekonferenz war gut besucht. Wir hatten dazu auch VertreterInnen anderer Reformgruppen eingeladen und so vertraten wir dort eine sehr große Gruppe von Reformwilligen weltweit.

Beteiligt waren: CATHOLIC ORGANIZATIONS FOR RENEWAL (COR USA), FUTURE CHURCH (USA), SCHWEIZER PFARREI-INITIATIVE, WOMEN’S ORDINATION WORDLWIDE, AUSTRALIAN CATHOLIC COALITION FOR CHURCH RENEWAL (ACCCR) and CATHOLICS FOR MINISTRY (CfM), WIJGARDS INSTITUTE  FOR CATHOLIC RESEARCH (UK).Das ergab auch eine große Palette an Themen.

Die wesentlichsten sind für uns  jene, die schon in den fünf Forderungen des Kirchenvolks-Begehrens enthalten sind:
- Mitsprache und Mitentscheidung der Betroffenen zu gewährleisten,
- die Gewissensfreiheit der Gläubigen in Fragen der Geburtenplanung zu akzeptieren,
- die Sexuallehre der katholischen Theologie nicht am Naturrecht festzumachen,
- geschiedene Wiederverheiratete zu den Sakramenten und kirchlichen Berufen zuzulassen,
- homosexuelle und lesbische Paare nicht zu diskriminieren sondern zu stützen, sowie
- Eheschließungen und Familienleben für Priester zu ermöglichen.
 
Wir hören und lesen, dass unsere Themen (bis auf das letzte) auch wichtige Themen in der Synode sind. Darüber sind wir sehr froh. Das bedeutet, dass jetzt alle Themen, die einmal von „uns“, also der kritischen kirchlichen Opposition aufgegriffen worden waren, Eingang gefunden haben in die „normale“ Kirchen-Debatte. Papst Franziskus denkt offensichtlich darüber nach, die Wiederverheirateten zur  Kommunion zuzulassen, Homosexuelle und Lesben  zu respektieren anstatt zu verdammen („Wer bin ich…“) und die kirchliche Ehemoral zu erneuern. Und er appelliert an die Synoden-Kardinäle, gut zuzuhören, wenn Betroffene zu Wort kommen. Es ginge nicht um die Schönheit intellektueller Argumente, sondern um die Kenntnisnahme der Realität.
Das alles bestärkt uns in unserer Motivation, für diesen Papst zu beten und ihn wo immer es uns möglich ist zu unterstützen.
 
Die Veranstaltungen auf dem Petersplatz haben uns durch die Menschenmassen recht beeindruckt: am Samstag, 4.Oktober, gab es ein abendliches Gebet für die Synode, wo wir natürlich mitgebetet haben, am Sonntag eine Messe im Petersdom (wo wir nicht hineinkamen, aber dafür auf dem Platz mitgefeiert haben), mittags das Angelus, Mittwochvormittag die Generalaudienz…
 
Christian Weisner, unser IMWAC Pressesprecher, war akkreditiert für die täglichen Pressekonferenzen Pater Lombardis in der Sala Stampa, damit immer auf dem neuesten Stand und zugleich in Kontakt mit den vielen anderen Journalisten.
 
Ich selber war währenddessen hauptsächlich damit beschäftigt, mit Menschen aus anderen Ländern und Reformgruppen ins Gespräch zu kommen. So besuchte ich die Veranstaltung von Catholic Church Reform (USA) und den Studientag des Europäischen Forums  von christlichen LGBT-Gruppen. Dort sprach unter anderem Bischof Geoffrey Robinson, dessen Buch „Macht, Sexualität und die katholische Kirche. Eine notwendige Konfrontation“ von uns schon mehrfach vorgestellt und auf unsere Initiative ins Deutsche übersetzt worden war. Zwei sehr bekannte und äußerst rührige Klosterfrauen aus dem asiatischen Raum habe ich nun persönlich kennengelernt und den Kontakt mit ihnen etabliert: Sr. Mary John Mananzan, Missionsbenediktinerin auf den Philippinen, die viele (!) Institutionen gegründet hat, um Frauen in Not beizustehen, und Schwester Filo Shizue Hirota aus Japan, Superior General der Mercedarian Missionarinnen von Berriz. Sie ist auf mich zugekommen und hat sich für meine Aktivitäten bedankt. Ich muss gestehen, dass ich erst anschließend von all ihren reformorientierten Tätigkeiten erfahren habe. Generell habe ich viel Solidarität, Unterstützung und sogar Lob erfahren. Die Exkommunikation wird als großer Skandal angesehen.
 
Von Sonntagnachmittag bis Dienstag trafen wir uns in der Vorbereitungsgruppe für unser geplantes „Council 50“. Wir wollen ein Treffen von Delegierten der Reformgruppen organisieren, mit denen wir anlässlich des Endes des Konzils vor 50 Jahren demonstrieren wollen: Das Konzil ist nicht aus, es hat Früchte gebracht, das Antlitz der Kirche hat sich positiv verändert. Feiern wollen wir das am Jahrestag der Unterzeichnung des Katakombenpaktes in den Domitilla-Katakomben, von 15. – 17. November 2015. Noch allerdings fehlt das Geld…
 
So bin ich nun wieder zurück mit vielen Eindrücken, mit neuen Verknüpfungen im Netzwerk der Kirchenreform und mit einem guten Stück Hoffnung, dass das Volk Gottes auf seinem Weg durch die Zeit nicht in die Irre geht. Die ruah, der Geist Gottes, ist mit uns allen.
 
Ich grüße Sie/euch alle sehr herzlich
Martha Heizer
 
 
Bitte unterstützen Sie bei der „Familien-Synode“ die Stimme des Kirchenvolkes!
- auch durch Ihre SPENDE!


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