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Freude + Familie + Frauen
Newsletter der Katholischen Kirche im Kanton Zürich
Grüss Gott Zürich
21.12.2018
Kerstin Lenz, Informationsbeauftragte Synodalrat
Liebe Leserin, lieber Leser

Hand aufs Herz: Schauen Sie mit gänzlich guten Gefühlen und viel Vorfreude in Richtung der Festtage? Wie schön für Sie! 

Wenn Sorgen und Nöte die Weihnachtsfreude überschatten, ist es schwer, sich uneingeschränkt zu freuen. Dabei würde man es doch so gern anders haben.

Festtage sind für Menschen, die einsam sind oder nur wenig Geld zur Verfügung haben, eine besondere Herausforderung. Dem tragen viele Pfarreien – wie auch die Caritas Zürich – Rechnung. Sie teilen die Weihnachtsfreude und bieten für alle offene Weihnachtsfeiern an. Eine Geste, die Herzen wärmt und Weihnachtsfreude bringt! Unsere Übersicht finden Sie hier

Oder freuen Sie sich nicht so sehr auf Weihnachten, da die eigene und vor allem die erweiterte Familie dann doch nicht so auf der Harmoniegeige spielt?

Dann lege ich ihnen Oliver Kraaz` Blick auf den Heiligabend ans Herz. Einer seiner pragmatischen Überlebenstipps: „Akzeptieren, dass Weihnachten im Familienkreis eben auch ein Hort des Wahnsinns ist, den niemand bändigen kann. Akzeptieren.“ Ich zähle schon jetzt im Geiste bis zehn, auf dass kein unbedachtes Wort die Lippen verlassen möge …

Maria ist eine zentrale Figur an Weihnachten. So spielten bei uns letzte Woche in den Medien einmal mehr auch Frauen eine wichtige Rolle: Eine Moralapostelin nannte der Tagesanzeiger Synodalratspräsidentin Franziska Driessen-Reding (für Abonnenten hier nachzulesen). Weil sie sich für die Schwächsten einsetzt? Weil sie (typisch Frau!) auch emotional argumentiert? Franziska Driessen mischt sich ein – aus gutem Grund: „Wenn man Steuermittel verteilt, muss man plausibel machen, wen und was man unterstützt. Darum reden wir inhaltlich mit. Wir wollen kirchliches Leben ermöglichen.“

Sie reden mit und vor allem handeln sie: die Theologinnen Jacqueline Keune aus Luzern und Monika Hungerbühler aus Basel. Sie mobilisierten rund 300 weitere der Kirche verbundene Menschen und lassen die Öffentlichkeit wissen: „Wir wollen eine Kirche, die Frauen auf allen Ebenen mitreden, mittun und mitentscheiden lässt, die Beziehungen zu ihnen ganz neu gestaltet und sich in einer Kultur des Zuhörens und der Auseinandersetzung übt.“ Was für ein Weihnachtswunsch!

Die wunderschöne Adventsinstallation der Brüder Prokop illuminiert derzeit die katholische Kirche Wald (täglich zwischen 18 und 20 Uhr geöffnet) und führt uns wie die folgenden Worte Richtung Besinnlichkeit.
 
Jetzt vor allem
in wachsweichen Zeiten,
wo Lieder Kerzen entzünden,
jetzt in der Stille der Nacht,
sind wir hellhöriger.
In diesen Tagen klopft ER an,
mit der Bitte um Menschwerdung.
 
„Fleischgewordene Weihnachten“  lautet der Titel des Textes von Bernd Kopp.
 
Drei Tage vor dem Heiligen Abend zweifle ich noch ein wenig. Ich weiss aber aus Erfahrung, dass die brennenden Kerzen am Weihnachtsbaum, vertraute Lieder und das Krippenspiel im Kindergottesdienst sowie die Verbundenheit mit lieben Menschen bei grossen und kleinen Sorgen trösten. Ich hoffe, das funktioniert auch bei Ihnen.
 
„Grüss Gott Zürich“ macht jetzt eine Festtagspause. Meine Kommunikations-Kollegen und ich wünschen Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und ein gesegnetes Jahr 2019!
 
Herzlich Kerstin Lenz

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