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Ü40 + Filme + Fotos
Newsletter der Katholischen Kirche im Kanton Zürich
Grüss Gott Zürich
13.09.2019
Kerstin Lenz, Informationsbeauftragte Synodalrat
Liebe Leserin, lieber Leser
Inspiration ist gefragt, wenn es an das Schreiben von "Grüss Gott Zürich" geht. Ich gebe es zu: Diesmal half ein Ü40-Frauenblog zum Thema: «Was ich heute gelernt habe». Bei manchen ist das Lesen solcher Blogs ja eher verpönt – zu seicht, zu beliebig, zu persönlich. Das ist ähnlich wie mit der «Schweizer Illustrierten» oder der «Gala», die frau nur heimlich beim Frisör liest.

Wahrscheinlich habe ich jetzt Zweidrittel aller männlichen Leser verloren. Okay, Risiko. Nun Hand aufs Herz: Was habe ich diese Woche gelernt? Hier meine unvollständige und natürlich subjektive Liste.
1. Lektion: Es kommt immer anders als man denkt.
Es ist zwar noch lange bis zum 5. Juni 2020, aber die «Lange Nacht der Kirchen» bedarf schon jetzt sorgfältiger Planung. Zu einem ersten Kick-off hatten die reformierte, katholische und christkatholische Kirche an diesem Dienstag geladen. Es hagelte Absagen – ich richtete mich auf einen spärlich besuchten Anlass ein. Dann – Überraschung! – kamen gut 70 Personen. Hektisch weitere Gläser gedeckt, die Mikrofone angeschmissen und engagierte 90 Minuten mit viel Ideen und Austausch verbracht. Kerstin, sei nicht so negativ, war mein «Learning» hier. Mit engagierten Kirchenleuten muss man rechnen! Wer mehr zur «Langen Nacht der Kirchen» wissen möchte, klickt hier.
2. Lektion: Bilder haben Macht.
Das wusste ich als medienaffiner Mensch bereits, es bestätigt sich aber immer wieder. Bei Lucie Bader, Präsidentin der ökumenischen Jury für den Filmpreis der Kirchen am Zurich Filmfestival, haben sich die Bilder des letztjährigen Preisträger Films  «Welcome to Sodom» eingebrannt. Jetzt bleibt der olle Compi im Gebrauch, auch wenn er zickt. Die Bilder der Riesen-Müllhalde mit unserem Elektroschrott wirken.
Am 3. Oktober prämieren wir mit der reformierten Kirche einen Film mit dem Kirchenpreis. Wer den Sieger-Film an dem Abend sehen möchte: ein Mail an uns schicken und kostenlose Tickets für die Vorstellung im Arena-Kino Sihlcity bekommen (Beginn 20 Uhr).
 
Ungewöhnliche Bilder gab es auch in Zürichs Stadtmitte, als am Mittwoch die orthodoxen Kirchen die Stadtheiligen Felix, Regula und Exuperantius ehrten. Und auch gelernt: Eine Prozession ist keine athletische Veranstaltung - trotz des mitgeführten Papiersacks.
3. Lektion: Kirche kann von Familien lernen.
Als ich das neue Kartenspiel «Auf das Zusammenspiel kommt es an» gesehen habe, fielen mir sofort die Parallelen des dualen Systems mit dem Familiensystem auf. Transparent, einvernehmlich und verbindlich werden z.B. Entscheide bezüglich Ausgangszeiten der Teenager-Tochter getroffen, Urlaubs-Budgets geplant oder eigene Bedürfnisse formuliert… hehres Ziel! Die kirchlichen «Knacknüsse» sind natürlich andere. Im Spiel der RKZ gibt es keine Gewinner und Verlierer. Es gewinnen oder verlieren alle. Das Spiel können Sie bei der RKZ bestellen.

Das duale System hat Tücken und sorgt vor Ort in manchen Kirchgemeinden und Pfarreien für Spannungen. Diese waren auch Thema in einem Artikel im Zürcher Oberländer, darin spricht mein Kollege Aschi Rutz vom «Zauberwort Einvernehmlichkeit».
Nun habe ich das ach so wichtige «lebenslange Lernen» zumindest für diese Woche abgehakt. Jetzt ist es an Ihnen: Was haben Sie diese Woche gelernt?

Am Sonntag dürfen wir dann biblisch verordnet ruhen und einen Bettag-Gottesdienst wie in St. Laurentius Winterthur mit Chören und Alphörnern besuchen.
Einen gesegneten Spät-Sommer-Sonnen-Sonntag wünsche ich.
Herzlich Kerstin Lenz

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