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Dornen + Kreuz + Ostern

Newsletter der Katholischen Kirche im Kanton Zürich
Grüss Gott Zürich
12.04.2019
Kerstin Lenz, Informationsbeauftragte Synodalrat
Liebe Leserin, lieber Leser
Nach der symbolischen Rose letzte Woche bekam Franziska Driessen-Reding gestern von der „Schweizer Illustrierten“ eine echte Rose überreicht. Wären all die dankbaren Reaktionen, die Generalvikar Josef Annen und die Synodalratspräsidentin in den letzten Tagen erreichten, Blumen, wäre das Centrum 66 ein buntes Blumenfeld. Auch dafür Danke!
Franziska Driessen-Reding
Ebenfalls gestern meldete sich im Rahmen ihrer Sitzung die Synode in einer Erklärung zu den Missbräuchen in der Kirche zu Wort: „All das Gute, was engagierte Menschen in der Katholischen Kirche und der ganzen Gesellschaft bewirken, wird durch den unfassbaren Missbrauchskandal übertönt und gerät ins Abseits der öffentlichen Wahrnehmung. Nur dadurch, dass wir diese krankhaften Machenschaften öffentlich anprangern, können wir uns aus deren Geiselhaft befreien.“
Dorniges gab es aus Chur. Bischof Vitus Huonder zog in einem Abschieds-Interview in der Tagespost Bilanz. Nach viel Kritik an kantonalkirchlichen Körperschaften bezieht er klar gegen diese Position: „Wenn die Körperschaften weiter gegen die Lehre der Kirche handeln, werden Bischöfe zum Austritt aus diesen Körperschaften aufrufen müssen."

Derweil streitet sein Sprecher nach einem Rundschau-Beitrag mit Journalisten und wirft ihnen Fake News vor. Alles dreht sich um die Frage: Gibt es einen offiziellen Auftrag aus Rom, sich um die schismatischen Brüder zu kümmern? Der vom Bistum kommunizierte Umzug des Bischofs ins Knabeninstitut der Piusbrüder in Wangs/SG wirft weitere Fragen auf.

Als Reaktion wendet sich Moderator Sandro Brotz in einem offenen Brief an den Bischof und hätte auch noch ein paar Fragen: „Wo lagen in Ihrer Amtszeit Höhen und Tiefen? Wie gehen Sie mit der Kritik an Ihrer Person um? Was sagen Sie zu den Kirchenaustritten? Zu einer Aufarbeitung der Missbrauchsfälle? Warum zieht es Sie als Pensionär zu den fundamentalistischen Piusbrüdern?“ Autsch –  Dornen pieksen.
Schnell der Rosenblüte zugewandt. Die Karwoche beginnt mit dem Palmsonntag und geht weiter mit den berührenden und so symbolhaften Festen von Hohem Donnerstag und Karfreitag (Stichwort: Dornenkrone). An diesem ziehen verschiedene Kirchen wieder mit einer Prozession durch die Strassen Zürichs. Der ökumenische Kreuzweg findet in diesem Jahr zum 25. Mal statt.
Schülerinnen und Schüler mit der Heimosterkerze. Foto: zVg
Mit der blau gestalteten Osterkerze holen Sie sich nicht nur das Osterlicht nach Hause, sondern unterstützen auch die Freien Katholischen Schulen. Diesmal wird der Erlös für die Neugestaltung des Pausenplatzes vom Schulhaus Sumatra  genutzt.
Das Kreuz als Symbol beschäftigte Filmemacher Alain Godet. Am Palmsonntag zeigt SRF den von uns mit finanzierten Film „Wohin mit dem Kreuz“. Godet sucht Antworten auf die Frage, ob die Schweiz ein christliches Land ist, und steigt mit dem Beginn der Eidgenössischen Bundesverfassung ins Thema ein:
„Im Namen Gottes des Allmächtigen! Das Schweizer Volk und die Kantone, in der Verantwortung gegenüber der Schöpfung...“
 
Unser „Grüss Gott Zürich“ macht nun Pause, bis die Osterferien vorbei sind – oder uns Neuigkeiten rund um einen neuen Bischof erreichen. Es bleibt spannend!
Im Namen des gesamten Teams wünsche ich Ihnen eine gesegnete Karwoche und ein frohes Osterfest,
herzlich Kerstin Lenz
 
Gewusst? Biologisch korrekt hat die Rose Stacheln, keine Dornen.

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