Copy

Ihr Newsletter zum Insolvenzgeschehen

 
Oktober 2017

Ihr Insolvenz-Portal Newsletter

Sehr geehrte Damen und Herren,

einerseits sinkt die Zahl der Unternehmens- und Verbraucherinsolvenzverfahren bereits seit Jahren - andererseits geraten erneut prominente Großunternehmen ins Straucheln - und mit ihnen stehen viele Arbeitsplätze auf der Kippe.

Air Berlin dominiert weiter die Insolvenznachrichten, nicht zuletzt weil 8.000 Angestellte um ihre Jobs bangen. Beim Küchenhersteller ALNO (1.900 Mitarbeiter) stehen inzwischen die Produktionsbänder still und der Hosenhersteller gardeur mit 1.700 Mitarbeitern ist nun ein weiterer Insolvenzfall der einst blühenden deutschen Modebranche.


Gute Lektüre wünscht Ihnen

Ihr Jens Décieux
Geschäftsführer -  STP Portal GmbH

Zahlen und Daten

Die Insolvenzen natürlicher Personen sinken parallel zu den Unternehmensinsolvenzverfahren seit Jahren. Mittlerweile auf den niedrigsten Stand seit 2005. In unserer aktuellen Langzeitstatistik haben wir diese Entwicklung über die letzten fünf Jahre pro Bundesland für Sie ausgewertet.

Anzahl Insolvenzverfahren: prozentuale Veränderung

Schauen Sie sich die prozentuale Entwicklung seit 2012 pro Bundesland in unserem Statistik-Beitrag an.

Aktuell aus der Presse

Insolvenzen: Air Berlin bleibt am Boden und bei ALNO stehen die Bänder still, während hinter den Kulissen beider Verfahren taktiert und gekämpft wird.

Mit nur 2,6 Prozent notleidender Kredite ist der Spielraum für Distressed-Investoren in Deutschland begrenzt. Gleichzeitig sehen sich Restrukturierungsberater nach wie vor niedrigen Insolvenzzahlen gegenüber - daher fragt FINANCE "Wann endet die Krise der Restrukturierer?"

Doppelfehler eines Tennis-Idols: Ebner Stolz betreut in Deutschland Boris Beckers Insolvenz (JUVE)

Insolvenz-Szene

Frankfurter Kübler-Partner Thomas Rittmeister wechselt zu Reimer
Das Expertenteam des Insolvenzverwalters folgt ihm ebenfalls zum Oktober zu Reimer Rechtsanwälte. Rittmeister leitet das neue Büro von Reimer im Frankfurter Westend. Mehr...

Dentons verstärkt sich mit Daniel F.Fritz
Fritz wechselte zum 1.September von hww hermann wienberg wilhelm zu Dentons Frankfurt und ist nun für das Restrukturierungs- und Insolvenzrechtsteam um Andreas Ziegenhagen tätig.

REINHARDT & KOLLEGEN fusioniert mit Kanzlei Munz
Die erweiterte Kanzlei firmiert weiterhin unter REINHARDT & KOLLEGEN und ist nun mit 70 Beschäftigten, darunter 11 Insolvenzverwaltern und 11 weiteren Rechtsanwälten an 13 Standorten präsent. Mehr...

Volker Grub wurde 80
Er zählt zu den bekanntesten Insolvenzverwaltern: Dr. Oec.Volker Grub führte seit 1965 über 500 Verfahren, darunter Bauknecht, das er als erster Konkursverwalter aus der Insolvenz heraus an die Börse brachte. Aber auch Hess-Leuchten, Bleyle, Brokat, Märklin, Traub, Kreidler und Südmilch führte er durch die Insolvenz.

Daneben beriet er immer wieder die Politik zur Modernisierung der aus dem Jahre 1877 stammenden Konkursordnung und somit zur Schaffung des modernen Insolvenzrechts, das Sanierungen ermöglicht. Grub ist Verfasser zahlreicher Fachpublikationen und erhielt die Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg und das Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland

Zunächst selbständig, gründete er 1977 mit Ulrich Brugger die Sozietät Grub & Brugger Rechtsanwälte, heute Grub Brugger und Partner in Stuttgart. Die Kanzlei beschäftigt über 40 Anwälte an drei Standorten. Die Nachfolge scheint auch geregelt: Sohn Philipp Grub ist Partner der Kanzlei.

Rechtsprechungs-Ticker

Pfändung einer Internet-Domain zulässig

Der Bundesfinanzhof hat mit Urteil vom 20. Juni 2017 (Az. VII R 27/15) unter Aufhebung der Entscheidung des 7. Senats des Finanzgerichts Münster vom 16. September 2015 (Az. 7 K 781/14 AO) die Voraussetzungen präzisiert, unter denen das Finanzamt Ansprüche aus einem Internet-Domainvertrag pfänden kann.

Die Klägerin ist eine Registrierungsstelle, die Internet-Domains verwaltet und betreibt. Aufgrund rückständiger Steuern eines ihrer Kunden, dem Betreiber eines Onlineshops, pfändete das Finanzamt dessen Anspruch gegenüber der Klägerin auf Aufrechterhaltung der Registrierung der Internet-Domain.
Der 7. Senat des Finanzgerichts Münster wies die gegen die auf Aufhebung der Pfändung gerichtete Klage der Klägerin ab. Bei den Rechten aus einem Domainvertrag handele es sich um pfändbare Vermögensrechte. Gegenstand der Pfändung sei dabei nicht die Internet-Domain als solche, die nur eine technische Adresse im Internet darstelle, sondern die Gesamtheit der schuldrechtlichen Ansprüche, die dem Domaininhaber gegenüber der Vergabestelle aus dem Registrierungsvertrag zustünden. Das Finanzamt habe mit der Pfändung auch keine pfändungsfremden Ziele verfolgt, sondern sich das Zugriffsrecht auf die Ansprüche des Unternehmers aus dem Domainvertrag gesichert. Die Genossenschaft könne als Drittschuldnerin in Anspruch genommen werden, da sie Schuldnerin der Ansprüche aus dem Domainvertrag sei.

Diese Auffassung hat der Bundesfinanzhof im Wesentlichen bestätigt. Er hob das erstinstanzliche Urteil dennoch auf, da nicht erkennbar sei, ob die gepfändeten Rechte einen Wert hätten, der die Vollstreckungskosten übersteigt. Anderenfalls wäre die Vollstreckungsmaßnahme wegen des Verbots der zwecklosen Pfändung als unverhältnismäßig anzusehen. Das Finanzgericht Münster wird im zweiten Rechtsgang (Az. 11 K 2670/17 AO) Feststellungen zur Werthaltigkeit nachholen müssen.

Quelle: FG Münster

Fachliteratur

Neuer Leitfaden für Steuerberater

„Die Sanierung von Mandanten-Unternehmen – wie Sie Krisen bewältigen und Mandanten halten“, ist soeben neu im nwb-Verlag erschienen.

Ausgangspunkt ist ein Urteil des BGH von Anfang 2017, das die Haftungsrisiken für Steuerberater insolvenzbedrohter Unternehmen massiv verschärft hat (IX ZR 285/14).
 
Der Leitfaden will Steuerberater dabei unterstützen, diese Risiken zu vermeiden und zugleich eine aktivere Rolle in Sanierungsprozessen zu übernehmen, um ihr Mandat zu halten.
 
Autoren sind u.a. Prof. Dr. Lucas F. Flöther (Flöther &Wissing), Joachim Exner (Dr. Beck & Partner), Volker Böhm (Schultze & Braun) und Burkhard Jung (hww hermann wienberg wilhelm).
 
Zum Download der Broschüre zum Buch beim nwb-Verlag

Bild: 3dman_eu/pixabay

Insolvenz-Portal inside

Firmenüberwachung und Live-Chat

Auch diesen Monat haben wir einige Neuerungen für Sie auf dem Insolvenz-Portal zur Verfügung gestellt. Neben dem Fein-Tuning an bereits bestehenden Funktionen freuen wir uns, Ihnen diese Top-Funktionen vorstellen zu dürfen:

Firmenüberwachung: Verifizieren Sie Ihre Eingaben direkt im Insolvenz-Portal anhand automatisch eingeblendeter Handelsregisterdaten. Zusätzlich bieten wir Ihnen nun einen direkten Web Chat an, damit Ihnen so effizient wie nur möglich geholfen werden kann. Mehr...
 

InsolvenzBlog

Die Insolvenz des Handelsvertreters – ein unterschätztes Phänomen? fragt Rechtsanwalt Tim Banerjee im aktuellen Blogpost. Mehr...

Banerjee berät regelmäßig Gesellschaften und Handelsvertreter bei allen vertriebsrechtlichen Fragestellungen und begleitet Streitigkeiten um den Handelsvertreterausgleich strategisch, juristisch und prozessual.
 
Jetzt kostenfrei und unverbindlich testen? 
Für 10 Tage mit Aktionscode: insonews
Wir freuen uns auch über Ihren Anruf: 0721 82815 420Gerne besprechen wir direkt mit Ihnen, wie Sie das Optimale für sich aus dem Portal gewinnen können.
Insolvenz-Portal
E-Mail
Insolvenzticker bei Twitter
Über eine Weiterempfehlung würden wir uns sehr freuen:
per Mail Weiterleiten
Tweet
Auf LinkedIn Teilen
Copyright © 2017 STP Portal GmbH

Impressum und verantwortlich für den Inhalt:

STP Portal GmbH
Lorenzstraße 29
76135 Karlsruhe
Deutschland
Tel.: 0721 82815 420

vertreten durch den Geschäftsführer Jens Décieux
Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim: HRB 705366
Umsatzsteueridentifikationsnummer: Ust.-ID Nr. DE 262567181

Vom Newsletter abmelden    Newsletter-Einstellungen aktualisieren  Newsletter abonnieren

Sie erhalten die E-Mail, weil Sie sich auf dem Insolvenz-Ratgeber, Insolvenz-Portal oder InsolvenzBlog für diesen Newsletter registriert hatten.