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Newsletter 1/2016
Liebe Leserinnen und Leser,

wir hoffen, auch Sie sind voller Tatendrang und Energie in den Frühling gestartet und freuen uns auf viele weitere spannende Begegnungen und gemeinsame Erfahrungen. 

Vielleicht ja schon auf dem Leipziger Frühjahrssymposium am 29.04.16?

Herzliche Grüße
Ihr LakoS-Team

Die Themen des Newsletters im Überblick:

Aktuelles Leipziger Frühjahrssymposium Sprache und Kommunikation (29.April 2016)

Bundesprogramm "Sprach Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist." 
Interview
 
Ein (mehrsprachiger) Vater erzählt... 
1x1 der Fachbegriffe Immersion
Praxistipps Mehrsprachigkeit und Interkulturalität in der Kita sichtbar machen
Service Unsere Kinderbuch-Empfehlung

Termine in Sachsen

Aktuelles

5. Leipziger Frühjahrssymposium Sprache und Kommunikation am 29. April 2016

Vielfalt unter einem Dach

Mehrsprachigkeit und Interkulturalität in der Kita

 

Am Freitag, den 29.04.2016, von 09:00 Uhr bis 16:45 Uhr

Campus Jahnallee, Jahnallee 59, 04109 Leipzig


Das Leipziger Frühjahrssymposium setzt sich in diesem Jahr mit sprachlicher und kultureller Vielfalt auseinander und sendet Impulse in die pädagogische Praxis. Unter den Themenschwerpunkten Mehrsprachigkeit und Interkulturalität wird dazu beigetragen, aktuelle Frage- und Problemstellungen des Kita-Alltags aufzugreifen und über mögliche Lösungswege in den Austausch zu treten. Darüber hinaus leisten die Inhalte des Symposiums wichtige Beiträge zur Professionalisierung und übertragen den Gedanken der Inklusion auch auf den sprachlichen und kulturellen Bereich.

Weitere Informationen zu den Vorträgen und Workshops, sowie zum Tagesablauf finden Sie hier.

Außerdem haben Sie hier die Möglichkeit zur Anmeldung. 


 

Bundesprogramm "Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist" gestartet

Zum 1. Januar 2016 ist das neue Bundesprogramm Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ gestartet. Aufbauend auf den erfolgreichen Ansätzen des Programms „Schwerpunkt-Kitas Sprache und Integration“ (2011-2015) wird der Schwerpunkt der sprachlichen Bildung um die Themen der inklusiven Pädagogik sowie der Zusammenarbeit mit Familien erweitert.
 
Die sprachlichen Kompetenzen der Kinder sollen u. a. durch den gezielten Einsatz von Sprachförderstrategien sowie Wissen über sprachliche Bildung, den Spracherwerb und geeignete Beobachtungsmaterialien erweitert werden. Im Bereich der Inklusiven Pädagogik steht die Stärkung vorhandener Ansätze in den Einrichtungen im Vordergrund, um Potenziale für die sprachliche Bildung zu nutzen. Die Intensivierung der Zusammenarbeit mit Eltern soll es ermöglichen, neue Wege der Vernetzung zu finden, um Bildungs- und Erziehungspartnerschaften als Chance wahrzunehmen, sprachliche Bildung auch außerhalb der Kita weiterzuführen.
 
Die Sprach-Kitas werden personell durch Fachkräfte für sprachliche Bildung unterstützt, deren Aufgaben u. a. in der Weitergabe von Kompetenzen im Handlungsfeld Sprache an ihre Einrichtungsteams liegen und in der Beratung und Begleitung der Kindertageseinrichtungen bei der Weiterentwicklung der Zusammenarbeit mit Eltern sowie der inklusiven Bildung.
 
In seiner Rolle als Vernetzungs-, Forschungs- und Professionalisierungsstelle begleitet und qualifiziert das Landeskompetenzzentrum zur Sprachförderung an Kindertageseinrichtungen in Sachsen (LakoS) mit seiner mehrjährigen Expertise aus Vorläuferprojekten sowie eigenen Inhalten pädagogische Fachkräfte, Fachkräfte für sprachliche Bildung und Einrichtungen. (mehr)

Interview

Ein (mehrsprachiger) Vater erzählt... 

Die Theorie des Mehrsprachen-Erwerbs ist vielfach beschrieben und ist Bestandteil der Ausbildung und von Fortbildungen. Wie aber erleben Eltern den Spracherwerb ihres Kindes? Diese und weitere Fragen hat uns der Vater eines mehrsprachig aufwachsenden Kindes im Interview beantwortet. Das Interview wurde auf Englisch geführt und übersetzt. 

Das komplette Gespräch finden Sie hier.

1x1
der Fach-
begriffe

Immersion

Die Immersion („Sprachbad“) ist eine Methode der Förderung von Mehrsprachigkeit. In der Regel wird dabei der Unterricht oder der Kita-Alltag statt in der Erstsprache (z. B. Finnisch) in einer Zweitsprache (z. B. Schwedisch) gestaltet. Die Kinder erlernen die neue Sprache so alltagsnah, vergleichbar zum natürlichen Erstspracherwerb. Dies ist besonders erfolgreich, da sich die Kinder die Struktur der Sprache eigenständig erschließen. Dafür bedarf es natürlich eines langen, gleichmäßigen und intensiven Kontakts mit der neuen Sprache.

Die Prinzipien der Immersion lassen sich auch auf den Zweitspracherwerb von Kindern, die ohne Kenntnisse der deutschen Sprache in einer deutschen Kita betreut werden, übertragen. Auch diese erleben den gesamten Kita-Alltag in einer fremden Sprache und werden darin sozusagen „gebadet“.


Praxistipps

 

Mehrsprachigkeit und Interkulturalität in der Kita sichtbar machen

Im Folgenden finden Sie eine kleine Ideensammlung zu Möglichkeiten der interkulturellen Gestaltung der Kita. Alle genannten Methoden oder Elemente sollten bewusst und gezielt eingesetzt werden. Viele der Vorschläge können direkt gemeinsam mit Eltern und Kindern erstellt werden, um zu vermeiden, dass durch die Materialien Stereotype oder Klischees reproduziert werden. Außerdem sollte auf Aktualität der Materialien geachtet werden. Entsprechen zum Beispiel die Sprachen noch den Familien in der Einrichtung?  

...Räumlich: 
  • Willkommensplakat mit Begrüßungsformel und Nationalflagge von den Eltern und Kindern gestaltet. Wir danken der Kita Am Schlosshof in Leipzig für die schöne Idee:  
 
  • Mehrsprachige Beschriftungen an den Räumen und an Gegenständen (idealerweise mit Aussprachehilfe)
  • Eine (Kinder-) Weltkarte im Flur, an der mit Stecknadeln deutlich gemacht werden kann, woher die Familien kommen. Zusätzlich können die gesprochenen Sprachen dazu geschrieben werden
… Sprache gemeinsam untersuchen
  • Sammeln von Reimen oder Liedern, die in verschiedenen Sprachen bekannt sind (z. B. Bruder Jakob)
  • Mehrsprachige Tischsprüche (Beispiel: Englisch)
  • Mehrsprachige Bilderbücher nutzen (Buchtipps)
  • Stille Post mit Wörtern in verschiedenen Sprachen spielen
  • Spiele mehrsprachig gestalten
... mit größeren Kindern oder im Hort:
  • Schrift betrachten - Wie sieht z. B. ein A in der deutschen und im Vergleich in der arabischen Schrift aus?
  • Was klingt in unterschiedlichen Sprachen verschieden, was ist ähnlich?
  • Wörter finden, die es in verschiedenen Sprachen gibt (z. B. "kindergarten" (engl.))
… mit den Eltern:
  • Elternnachmittag zum Austausch mit anderen Familien
  • Interkulturelle Feste feiern und Feiertage anderer Kulturen beachten
  • Gemeinsames Kochen oder Sport
  • Mehrsprachige Formulare nutzen
  • Symbolkarten und Bilder zur Visualisierung
…Außerdem:
  • Buchtipp für den Kita-Alltag: „Dolmetscher für Erzieherinnen“, Cornelsen (2014): enthält Wörter und Phrasen für typische Situationen im Kindergartenalltag in 10 Sprachen (ISBN: 978-3-589-25282-4)

Service

Unsere Kinderbuch -Empfehlung

Alle Welt. Das Landkartenbuch

Aleksandra MizielinskaDaniel Mizielinski (2013)
Frankfurt am Main: Moritz Verlag
112 Seiten, Pappband in Fadenheftung
26,00 € (für Kinder ab 6) 


 
Dieser Kinderatlas enthält 51 liebevoll gestaltete Landkarten für die ganze Erde, die sieben Kontinente und 42 ausgewählte Länder. Neben den "üblichen Informationen", wie den Landesgrenzen, Flüssen und Gebirgen zeigt das Buch anhand von beschrifteten Illustrationen Sehenswürdigkeiten, typisches Essen, in dem Land lebende Tiere und Pflanzen, große Persönlichkeiten und vieles mehr. 

"Was ist das Nationalgericht von Chile? Welche Pflanzen wachsen in Marokko? Was sind die Sehenswürdigkeiten von Finnland? Welchen Sport treiben Japaner? Welcher Tanz stammt aus Österreich, welches Produkt aus der Schweiz?" (Moritz Verlag) 

Mit dem Landkartenbuch kann man auf Entdeckungsreise gehen und in verschiedene Winkel der Welt eindringen - Vielleicht sind auch die Herkunftsländer Ihrer mehrsprachigen Kinder dabei?
So oder so weckt das Buch Fernweh und regt zum Nachdenken und Nachlesen an:

 

Termine in Sachsen

29.04.2016 Leipzig 5. Leipziger Frühjahrssymposium: Vielfalt unter einem Dach. Mehrsprachigkeit und Interkulturalität in der Kita (mehr)
12. oder 19.05.2016 Leipzig, LakoS Zusatzqualifizierung Fachkraft für sprachliche Bildung: Methoden der alltagsintegrierten sprachlichen Bildung (mehr)
26.05.2016 Leipzig, LakoS Zusatzqualifizierung Fachkraft für sprachliche Bildung: Mehrsprachigkeit im Kita-Alltag (mehr)
19.10.2016 Oelsnitz, Vogtland Fachtagung "Übergänge gemeinsam gestalten: Nachbarsprachige Bildung in Kitas und Grundschulen in Sachsens Grenzregionen" (mehr)
Impressum
Landeskompetenzzentrum zur Sprachförderung an Kindertageseinrichtungen in Sachsen (LakoS)

Grimmaische Straße 10
04109 Leipzig

E-Mail: info(at)lakos-sachsen.de
Tel.: 0341-41372005

www.lakos-sachsen.de
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