Copy
Diese E-Mail im Browser öffnen.

Liebe Freunde von KIDS Kenia,


das Jahr 2018 neigt sich dem Ende zu.

Die KIDS freuen sich bereits auf das anstehende Weihnachtsessen und wir möchten uns bedanken.

Bedanken, bei Ihnen, liebe Spender.

Für Ihr Vertrauen.
Für Ihre Unterstützung.
Für Ihre Investition in Leben.

In diesem jährlichen Rundschreiben berichten unsere Aktivisten, die zum zweiten Mal in diesem Jahr vor Ort sind, von unserem mutigen Jahr 2018!

Im Namen der KIDS:


ASANTE SANA – THANK YOU – HERZLICHEN DANK

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen.

 

KIDS mit ihrer Lieblingsnascherei: Zuckerrohr :-)

2018 haben wir, dank Ihrer Spenden, viele Sanierungen durchgeführt.

Wir haben unseren ersten großen Neubau errichtet.

Wir konnten neue Kinder aufnehmen und den KIDS die Teilnahme des „Day of African Child“ ermöglichen. Wir haben unsere Besitzurkunde des Teilgrundstücks erhalten und mehreren Jugendlichen die Chance auf eine weitere Schul- und/oder Berufsausbildungen ermöglicht.

Dies und vieles mehr …


Doch fangen wir am besten vorne an.

Denn es gibt viel zu berichten.
Die erste Herausforderung traf uns im Frühjahr diesen Jahres.
Wie Sie sicherlich aus den Medien erfuhren, litt Kenia unter sehr heftigen Regenfällen.

Es wurde viel berichtet:
zdf.de (weiterführender Link)
taz.de (weiterführender Link)

Überschwemmungen und Erdrutsche dominierten das Land. Ganze Dörfer verschwanden unten den Erdmassen. Doch unser Kinderheim blieb zum Glück verschont, worüber wir alle sehr froh und dankbar sind.
Damit die KIDS sicher und trocken zur Schule kommen, gab es für alle ein Paar neue Gummistiefel und Regenschirme.

Für viele Europäer eher eine Grundausstattung – für die KIDS ein unglaublich großes Geschenk.
Wir haben unsere KIDS selten so stolz gesehen . Wir sagen Danke!

Diese Unwetter erhöhten noch einmal die Lebensmittelkosten.

Und somit auch unseren finanziellen Bedarf im Kinderheim.
Die Lieferanten haben die Preise nochmal bis zu 30% erhöht.

 
Unser erster Neubau!
... und es hat BOOM gemacht – Die Dining Hall (DH)
Die liebe DH (Abk. von Dining Hall) ist das Esszimmer, Spielzimmer und allgemeines Kinderzimmer der KIDS.

Ein Lieblingsort für alle.

Hier wird gemeinsam gegessen, gespielt und natürlich die Hausaufgaben erledigt.

Jeder Besucher des KCH (Abk. Kiaragana Children Home), kennt sie nur zu gut. Jeder Besucher hat schnell bemerkt, dass die DH „ `mal neu gemacht werden müsste“ …

Das stimmt! Aber bisher fehlte das nötige Geld. Die Pläne waren schon lange in der Schublade.

Unser Wunsch, dieses Gebäude einfach abzureissen und als massives Steinhaus aufzubauen, besteht seit einigen Jahren.

Mit Ihren Spenden war es nun endlich möglich.

Mutig gingen wir dieses große Bauprojekt an und rissen das alte Gebäude ab.

Die so gewonnen Baustoffe sind geradewegs in die Reparatur in unserer Zäune geflossen.

Wir haben mit acht Männern aus dem Dorf die DH wieder aufgebaut – auf kenianische Art.

Und aus der ehemals schäbige Bretterhütte ist ein solides Steinhaus geworden mit richtigen Glasfenstern und gefliestem Boden.

Einfach Woah!

So schnell wird niemand mehr meinen, die DH sollte "`mal neu gemacht werden".

Wir sagen DANKE!


 

Und voller Motivation malten wir die DH an :-)  Mit klein und groß. Danke an alle die geholfen haben.
 

Umgestaltung des Geländes.

Motiviert durch den Neubau der DH haben wir uns noch weiteren kleinen Bauprojekten zugewandt.
 

Wir haben im Eingangsbereich eine Auffahrt gebaut und auf dem gesamten Gelände die Wege weiter ausgebaut. Denn diese sind während der Regenzeit enorm wichtig.

Sehen Sie hier die vorher – nachher Bilder.

Weitere Wege wurden angelegt und Instandhaltungsarbeiten erledigt.
 

Alte Zäune wurden erneuert. Stühle und Tische wurden angefertigt.
 
Wir haben unserem Kinderheim einen gemütlichen Charakter gegeben. So wurde, mit Hilfe Ihrer Spenden, in diesem Jahr, das Kinderheim von einem "Ackerplatz" zu einem richtigen Zuhause aufgewertet.

Danke für Ihr Vertrauen.
Ihre Spenden.
Ihre Investition in würdevolles Leben.
Title Deed – Besitzurkunde
Im April folgte dann endlich die Besitzurkunde für ein Teilgrundstück.

Somit sind unsere KIDS nun Grundstücksbesitzer ;-)
Day of African Child
Ende Mai erhielten wir vom Children’s Coordinator eine schriftliche Einladung zum "Day of African Child"

In dem Schreiben wurden wir gewürdigt für unsere vorbildliche Arbeit im Bereich der Durchsetzung von Kinderrechten.

 

Wir haben einen Bus gemietet um mit den KIDS an diesem wichtigen Tag teilzunehmen.

Am 15. Juni hiess es dann: Ab in den Bus und auf nach Mbeere! An diesem Tag präsentierten die KIDS unsere Einrichtung.
OH! Was waren sie stolz.

Danke für diese Möglichkeit.

 
Bildungsprogramm – TPS

Tuko Pamoja Sasa, kurz TPS – Das ist unser anknüpfendes Bildungsprogramm. Es bedeutet auf deutsch so viel wie „Wir halten jetzt zusammen“

Nach geltendem kenianischen Recht müssen die KIDS das Kinderheim spätestens mit der Vollendung Ihres 18. Lebensjahres verlassen.

Nur wohin?

Oft sind die KIDS mit ihrer Schulbildung, geschweige denn mit einer Berufsausbildung fertig. Doch mit Ihnen, liebe Spender, müssen wir die KIDS nicht zurück auf die Straße schicken. Sie müssen mit ihren 18 Jahren nicht in ein Leben ohne Beruf und ohne Perspektive starten.

So konnten wir auch in diesem Jahr, die KIDS nach der Primary Education (Grundschule 1. – 8. Klasse), auf weiterführende Schulen schicken. Die Internate finanzieren, Schul- und Prüfungsgebühren bezahlen.

Doch nicht jeder ist für eine Oberstufe qualifiziert. Diesen KIDS bieten wir eine Berufsausbildung ihrer Wahl an.

Die Secondary Education (ähnlich Oberstufe/Abitur), wie die nachfolgenden Berufsausbildungen und Universitätsbesuche sind mit Abstand die teuersten Positionen in unseren Budgets.

Im Namen der angehenden Berufseinsteiger sagen wir DANKE für diese unglaubliche Möglichkeit.

Denn nur eine solide Ausbildung kann den Kreis der Armut durchbrechen.

Wir sehen das TPS Programm als logische Konsequenz nach der Zeit im Kinderheim, um eine nachhaltige Entwicklung zu gewährleisten. Hilfe zur Selbsthilfe.
Each one teach one

Voller Begeisterung möchten wir Ihnen auch diesen Punkt nicht vorenthalten.

Das Program „Each one teach one“  wurde von unserer sogenannten ersten Generation des Kinderheims eigenverantwortlich und zu unserer Überraschung entworfen.

Die jungen KenianerInnen waren damals die kleinen KIDS, mit denen wir 2005 gestartet sind.

Heute sind sie junge gebildete Erwachsene, die im Berufsleben stehen und sogar schon Familien gegründet haben, um die sie sich vorbildlich kümmern.


Sie sehen sich als Tutoren und wollen etwas zurückgeben.

Somit haben sie das Programm „Each one teach one“ entworfen.

Sicherlich können Sie sich vorstellen, wie stolz und glücklich wir waren, als sie uns ihr Programm vorgestellt haben.

Und natürlich haben wir unser grünes Licht gegeben.

Sie organisieren eigenständige Treffen mit den KIDS und reden über ihre Zeit im Kinderheim. Über das Erwachsenwerden. Über ihre Erfahrungen.

Sie zeigen unseren Kleinsten, dass sie nicht alleine sind.

Sie sprechen über Zukunft und dass sie – auch als KIDS ohne stabiles Elternhaus – ein Recht auf einen Platz in dieser Gesellschaft haben.

Auf ein selbstbestimmtes Leben.

Auf eine Zukunft!

Und dass die Leute hier im KCH ihre Freunde sind und sie dabei unterstützen.

Es ist beeindruckend, dass unsere Arbeit solch Früchte trägt.

Tuko Pamoja!
Besuch aus Deutschland
Auch in diesem Jahr machten sich neben unseren Aktivisten und Besuchern eine Lübecker Schülergruppe auf den Weg nach Kiaragana.

Mitten in der Regenzeit nahmen sie die lange Reise auf sich. Gefolgt von einer Abiturientin aus Timmendorfer Strand.

Die Geschwister Prenski Schule aus Lübeck unterstützt das Kiaragana Children Home seit nun mehr als 10 Jahren. Die Lübecker Schüler wollten mit ihren eigenen Augen sehen, für was sie sich in ihrer Schule einsetzen.

Na dann: Karibu sana! Herzlich willkommen!
Unsere KIDS lieben Besuch :-) Besonders aus Deutschland.

Ihre Eindrücke, Erlebnisse, wie ihre Erwartungen erzählen die Jugendliche eindrucksvoll in dieser Dokumentation.

» Geschwister Prenski Schule Lübeck Besuch Kinderheim April 2018 (PDF)

Die Jugendlichen aus Deutschland gingen mit allem sehr respektvoll um. Sie sind mutig in den kenianischen Kinderheim Alltag eingestiegen.

Einige von ihnen unterstützen uns weiterhin. Vielen Dank! Ihr wart eine eindrucksvolle Gruppe!

Keep it up!
Unser traditionelles Fußballspiel.
Kenyan Lions vs. German Eagels
Natürlich ist es nicht immer einfach...
... und auch wir haben unsere Schwierigkeiten. Doch wir meistern sie. Egal, wie schwer die Schicksale der KIDS  sind. Wir helfen ihnen. Mit Leidenschaft und Herz.

Denn jeder hat das Recht auf Leben!

 

Wir haben uns zu jeder Zeit unsere Unabhängigkeit bewahrt. Das bedarf tatsächlich sehr viel Mut und Ausdauer.

Doch heißt es:  Mut sei die Tugend, die für Gerechtigkeit eintritt.

Wir arbeiten ausnahmslos ehrenamtlich.

Ein Hauptamt können wir uns in unserem kleinen Verein nicht leisten.

Wir entsprechen meist nicht den Förderkriterien von Drittmittelgeben, da wir hauptsächlich laufende Kosten haben: Nahrungsmittel. Bedarfsgüter. Schul- und Universitätsgebühren. Krankenversicherungen. …

In Kenia sind wir als NGO (Nichtregierungsorganisation) registriert. Unsere Arbeit wird von den Behörden anerkannt und gewürdigt, aber finanziell nicht unterstützt.


Daher sind wir auf private Spenden – auf Ihre Spenden – angewiesen.
 
Um Ihnen einen kleinen Eindruck unserer vor Ort Arbeit zu geben, veröffentlichen wir einen weiteren Tagebucheintrag einer Vor-Ort-Aktivisten.

Wir möchten keine mitleids- bzw. spendenheischende Darstellung betreiben.

Wir wissen, dass diese Einzelschicksale sehr emotional bewegen und buchstäblich brutal sind. Doch wir sehen es als unsere Pflicht an, die Geschichten der verstoßenen Kinder hin und wieder zu erzählen.

Wir nennen nicht die richtigen Namen der Kinder um Ihre Identitäten zu schützen. Doch verschönern wir auch ihre Hintergründe nicht.

Es ist uns sehr wichtig, Ihnen liebe Spender, zu zeigen, wie bedeutend Ihre regelmäßigen Spenden sind.

Wie wichtig Ihre Investition in Leben ist.

Denn ohne Sie ist unsere Arbeit hier vor Ort nicht möglich.
Ohne Sie haben die völlig chancenlosen Kinder keine Perspektive.


Der letzte Abschnitt "Tagebucheintrag, gekürzt" ist ein Einblick in die brutale Realität vor Ort und sicher nicht für jedermann geeignet. Daher entscheiden Sie bitte vorher, ob Sie weiterlesen.

In diesem Sinne verabschieden wir uns für dieses Jahr und hoffen sehr auf Ihre Unterstützung für 2019!

Im Namen der KIDS wünschen wir eine besinnliche Weihnachtszeit.

Ihr KIDS Kenia e.V.
… because of the children!
Tagebucheintrag, gekürzt

Children’s Office.

„… und dann kamen zwei Pikipiki`s (Motorradtaxi) mit zwei Männern.“ erzählte Nkeiru, 11 Jahre, mit monoton ruhiger Stimme.

Sie und ihre Schwester (9 Jahre) wurden vor dem Eintreffen der Männer von der Mutter "vorbereitet".

Am Tag zuvor wiederholte die Mutter, sie sollen unaufgefordert mit den Männern mitfahren. Sie sollen alles machen, was die Männer von ihnen verlangen.

Nur so konnte die Familie überleben.

Nkeiru fuhr fort:

„Wir haben uns hinten auf das Motorrad gesetzt und beim ersten Mal hatten wir keine Idee, was passieren wird. Sie brachten uns in ein Haus. Mit Wächter und großem Tor.“ (…)

„Sie wollten, dass wir uns ausziehen. Auch die Panties (Unterhosen) und uns gegenüber hinstellen. Rücken an Rücken. Sie sagten wir sollen schneller machen. Sie rochen nach Tabakrauch. Eine Frau saß hinter uns.“ (…)

„Dann sollte ich mich hinlegen und die Beine so weit es geht spreizen.“ (…) „Meine Schwester sollte zuschauen. Sie sollte nicht weggucken. Wenn sie die Augen schloss oder den Kopf wegdrehte, gab es Schläge, mit einem Gummischlauch. Sie hatten auch einen Cane (Rohrstock). Mit dem schlugen sie auf den Po.“ (….)

"Ich zitterte am ganzen Körper und schämte mich. Meine Mutter sagte, wenn sie mir weh tuen, soll ich an Jagolis (ähnlich Muffins) denken. Die würde ich bekommen, wenn die Männer uns wieder nachhause bringen."
(…)

"Am Abend konnte ich nicht auf Toilette. Es tat so weh. Ich hatte Krämpfe. Ich hatte Kopfschmerzen und konnte nicht schlafen. Meine Schwester und ich haben kein Wort miteinander gesprochen ...“

Nkeiru und ihre Schwester erzählten an diesem späten Vormittag viele Einzelheiten …

Mir wurde übel. Ich musste mich fast übergeben.

Ich wollte den Raum verlassen. Tat es nicht. Ich blieb und schwieg. Machte meine Notizen.

Konzentrierte mich auf’s Atmen, wie ich es immer tue, wenn ich in unangenehmen Situationen bin.

Mir schossen die Tränen in die Augen und diese eine Frage kreiste tagelang später noch in meinem Kopf: Wie krank muss man sein?

Ich zwang mich stark zu bleiben. Keine Schwäche zu zeigen.

So stark wie die beiden Mädchen, die vor mir saßen und ohne zu weinen, jedoch mit sehr viel Scham ihre Geschichte offenbarten. Sie schauten niemanden von uns direkt an, wenn sie erzählten. Ihr Blick galt dem Boden. Nur wenn etwas gefragt wurde, schauten sie hoch.

Sie erzählten und erzählten.

So viele Details. So viele Einzelheiten. So viel Unannehmlichkeiten. So viel Brutalität. So viel Ungerechtigkeit. Und das alles für ein paar Schilling. Für Essen. Und für Seife.

Armut macht mit den Menschen Dinge, die wir nicht unbedingt verstehen, nicht nachvollziehen können. Gerade nicht, wenn du in einem Land wie Deutschland aufwächst.

Dinge, über die du weisst, dass sie passieren, aber die sich nie in deiner engeren Umgebung ereignen.

Und plötzlich bist du in einer solch schwermütigen Situation. Zwei Mädchen im Alter von 11 und 9 Jahren sprechen über ihr junges Leben. Über das Erlebte und du hast das Gefühl, dein Magen dreht sich um.

Dich überkommt Wut, Hilflosigkeit und Fassungslosigkeit.

Und du weisst, wenn wir heute keinen Platz für die beiden haben. Keine Mittel zur Verfügung haben, sind sie verloren.

Und du hast nur einen Wunsch: Lass uns diese KIDS retten!

(….)

 
PS: Das Kiaragana Children Home bietet Kindern einen Schutzraum. Kindern, die häusliche Gewalt erleben. Kleinen Mädchen, die als Sexsklaven verkauft werden, oder Zwangshochzeiten ausgesetzt sind. Kleinen Jungen, die von zuhause verstoßen werden, da ihre Mütter oft selbst noch Kinder sind und mit Drogen und Prostitution versuchen auf der Straße zu überleben. Wir sind staatlich anerkannt. In Deutschland wie in Kenia.
Spenden via PayPal
spenden@kids-kenia.de

Spendenkonto
IBAN: DE49 2309 0142 0050 7053 18

BIC: GENODEF1HLU
KIDS Kenia e.V. – Vororthilfe für Kinder im Embu Distrikt/Kenia
Volksbank Lübeck eG

 
JETZT SPENDEN
 






This email was sent to <<Email Address>>
why did I get this?    unsubscribe from this list    update subscription preferences
KIDS Kenia e.V. · Hüxtertorallee 1 · Luebeck 23554 · Germany

Email Marketing Powered by Mailchimp