Copy

Bewerbungsrede um Nominierung zum CDU-Kandidaten für den Wahlkreis Berlin-Mitte vom 28. Februar 2017

Teil 2: Wahlkampf in Mitte

Im Europawahlkampf 2014
Wir haben für diesen Wahlkampf mit dem Nominierungsprozess gewartet bis die Berlinwahl vorbei war. Es ging wohl auch um die Zukunft von Landespolitikern: in Pankow und in Steglitz-Zehlendorf haben zwei profilierte Landespolitiker und Kreisvorsitzende, Senator a.D. Thomas Heilmann und der frisch für seine zweite Wahlperiode gewählte MdA Gottfried Ludewig Ansprüche auf eine Kandidatur für den Deutschen Bundestag nach dem 18. September angemeldet.

In Mitte dagegen hieß es für mich und uns alle warten: Vom 18. September bis zum 13. Februar, das war der Montag vor zwei Wochen. Erst dann eröffnete mir Frank Henkel, dass ihm in Hintergrundgesprächen Hoffnungen auf einen besseren Listenplatz gemacht wurden, ihm, dem verdienten Altvorsitzenden, im Gegensatz zum Kandidaten Lengsfeld. Deshalb täte es ihm leid, aber ich müsse weichen. Zum Wohl der CDU Mitte. Denn nur mit ihm hätte die CDU Mitte zumindest eine kleine Chance, über einen besseren Listenplatz in den deutschen Bundestag einzuziehen. Und ich zweifle auch gar nicht, dass ihm diese Hoffnungen im Hinterzimmer gemacht wurden. Und Frank Henkels Verdienste als Landesvorsitzender, der die Partei geeint und 2011 wieder in die Regierung geführt hat und auch als Bürgermeister und Senator sind unbestritten.
 
Infostände in Tiergarten und Moabit
Warum stehe ich aber heute trotzdem hier und werbe um Ihr Vertrauen? Aus zwei Gründen: Wenn die CDU Mitte dem Sirenenruf anonymer Kreischefs folgt, geht sie mit einem Kandidaten auf die Strasse, der uns alle in die Defensive bringt. Und diese Aussage schmälert nicht Frank Henkels persönliche Leistungen und Qualitäten.

Aber in diesem Wahlkampf müssen wir, die Union, die Kanzlerin und Monika Grütters um jede Stimme kämpfen, für unser Land und unsere Positionen, gegen eine selbstbewusste SPD unter Führung von Martin Schulz und Eva Högl in Berlin. In dieser Situation gebe ich folgendes zu bedenken: Wer hätte in Mitte für die CDU größere Chancen? Der CDU-Bundestagsabgeordnete für Mitte Philipp Lengsfeld oder der Ex-Kandidat für den Regierenden Bürgermeister von Berlin, der Ex-Landesvorsitzende, der Bürgermeister a.D., der Innen- und Sportsenator a.D. Frank Henkel?
 
Es ist sicherlich schmerzhaft für uns alle, aber das Erststimmenergebnis vom 18. September 2016 im Wahlkreis Mitte - Frank Henkel führte in Mitte die CDU-Liste an und hatte einen der 7 Wahlkreise - muss hier noch mal genannt werden: 14%, Platz 4 hinter SPD, Grünen und Linken, mit nicht einmal 17.600 Stimmen, fast eine Halbierung der Stimmzahl im Vergleich zu 2013.

Mit Frank Henkel als Spitzenkandidat, dies sind Tatsachen, keine Vorwürfe, hätten wir in Mitte beinahe das zweite MdA-Mandat verloren, wir haben drei BVV-Mandate verloren, dass 8. Mandat, das ist Uwe Hennigs Mandat für den Wedding, um nur 100 Stimmen. Wenn es noch schlimmer gekommen wäre, wäre der Stadtrat auch weg gewesen. Die CDU Mitte muss sich die Frage stellen, mit welchem Kandidaten sie im Wahlkreis erfolgreich kämpfen will. Wir brauchen wieder Erfolge.

 
Der 3. Teil meiner Rede folgt zeitnah im nächsten Newsletter!
Postkarte der Wahlkampagne 2013: Lengsfeld. Direkt. Für Mitte.
Copyright © 2017 Bundestagsbüro Dr. Philipp Lengsfeld, MdB, 
Alle Rechte vorbehalten

Unsere Adresse:
Büro Dr. Philipp Lengsfeld, MdB
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Tel.: 030 - 227-77202
Fax: 030 - 227-76202
Email: Philipp.lengsfeld@bundestag.de


Aus diesem Newsletter austragen