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Bordeaux 2016

Große Weine an beiden Ufern

<<Anrede>>

vereinfacht gesagt, teilt sich die Weinregion Bordeaux in zwei Hälften – in linkes und rechtes Ufer. Und auch wenn sie zur gleichen Region gehören, unterscheiden sich die Weine oft phänomenal. Und das findet seine Hauptgründe in Böden, Klima und dem daraus resultierenden Rebsortenspiegel.
 
Das linke Ufer von Bordeaux besteht aus Schwemmland der Flüsse Garonne und Gironde, Lehm, Sand und hohen Kiesplateaus. Je mehr Kies, desto besser die Drainage, die besten und höchst klassifiziertesten Chateaux liegen auf den größten Kiesansammlungen. Im Flachland an den Rändern des Medoc gibt es eher Sand. Schwerpunkt der Weine bil­det die auf Kiesböden perfekt wachsende frucht- und tannin­starke Cabernet Sauvignon. Meist kommen dann noch Merlot, Cabernet Franc und der Würzehammer Petit Verdot hinzu. Das qualitative Herz des linken Ufers bildet die Region Medoc, die wieder unter­teilt ist in verschiedene Appellationen gehobener Klasse und sehr eigenständiger Typizität.
 
Die fülligere, fettere Merlot gedeiht besser auf Kalk und Lehm und ist deshalb die Spitzen-Rebe am rechten Ufer, was vom Terroir und der Charakteristik her weit weniger einheitlich ist als das linke Ufer. Oft wir die Merlot kongenial flankiert von der himbeerigen Cabernet Franc. Natürlich gibt es auch hier Ausnahmeweine der Sauvignon, aber im Zentrum des rechten Ufers steht die Merlot, vor allem in den zwei schon fast mythischen Appellationen Saint Emilion und Pomerol.
 
Das Lehm-Kalk-Hochplateau in Saint Emilion bringt schwarzfruchtig mollige Weine und an dessen schroffen Südhang, auf fast reinem Kalkstein, reihen sich schwarzkirschige tanninreiche Traumweine aneinander. Und auch die winzigste und teuerste Appellation von Bordeaux, Pomerol, lässt auf lehmig sandigen Böden superbe und träumerisch verspielte Finesseweine aus der Merlot entstehen.
 
Klar ist am Ende, dass der große Weltruhm Bordeaux im Medoc entstand. Klar ist heute aber auch, dass die Musik der teuersten und rarsten Weine am rechten Ufer gespielt wird. Beide Seiten haben ihren Reiz, auch gerade wegen Ihrer Unterschiedlichkeit. Die Weine aus dem herausragenden Jahrgang 2016 eignen sich besonders für einen der schönsten Vergleiche, die die Genusswelt zu bieten hat. An welchem Ufer fühlen Sie sich zu Hause...?

Mit freundlichen Grüßen

Heiner Lobenberg
 
ZU ALLEN BORDEAUX WEINEN 2016

Bordeaux

linkes Ufer | rechtes Ufer

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WEINE DES LINKEN UFERS

SAINT JULIEN • LINKS UFER

Chateau Branaire
Ducru 4eme Cru 2016


Lobenberg 95-96+/100
Die unglaublich typische Branaire Ducru Nase. Dafür lieb ich diesen Wein. Irgendwie noch archetypischer Saint Julien als Lagrange. Im Mund schöne Süße aber auch stylische Finesse. Wunderbare Kirschfrucht, perfektes Holz. Volumen und Frische passen hervorragend zusammen, irgendwie eine etwas kleinere Ausgabe des burgundisch kirschigen Leoville Poyferres, Branaire did it very well, wenn der Preis stimmt ein wunderschöner und köstlicher Wein.

Suckling 95/100
The best vintage of this wine since 2009! Effusive, fresh redcurrant and cassis aromas give this St.-Julien terrific drive and energy, the elegant, dry tannins beautifully married to the medium body, right through the long, agile finish.

Wine Enthusiast 95-97/100
Superbly ripe and juicy, this is a solid, powerful wine that also is packed with black currant fruits. It is richly structured, concentrated and ready for long-term aging.
 
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SAINT ESTEPHE • LINKES UFER

Chateau Meyney
Cru Bourgeois 2016


Lobenberg 95-97/100
Die Nase dicht, würzig, schwarz. Aber schon in der Nase total poliertes Tannin. Nicht, wie häufig in Saint Estèphe anzutreffen eine harte Rustikalität, sondern stattdessen große stylische weiche Feinheit. Sehr konzentrierte schwarze Kirsche, Maulbeere, alles süß bleibend, versammelt, sehr präzise und gerade. Auch der Mund mit einem unglaublichen Geradeauslauf. Noch etwas trocken vom neuen Holz, aber so präzise gezeichnet. Schwarze Kirsche, Cassis, Lakritze, ein wenig Wachholder. Darunter Unterholz. Aber nichts bäuerliches, alles fein bleibend. Geschliffenes Tannin mit lebendiger, Säure. Also ein ganz präziser, mittig bis in die Unendlichkeit laufender Stoff. Kein Riese aber sehr stylisch und einfach wunderbar. Ein sehr dichter, schicker, würziger Saint Estèphe. Das ist schon sehr fein. Gefällt mir überaus gut.
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PESSAC LEOGNAN • LINKES UFER

Chateau Seguin 2016


Lobenberg 98-100/100
Wir haben eine unglaubliche Wolke von Charme. Darunter tolle Veilchen, helle Lakritze, Milchschokolade. Und dann diese immensen Massen von süßer Kirsche. Ganz feine süße Maulbeere, Eukalyptus, Minze. Aber alles sehr fein verwoben, extrem schwebend. Nur das riechen reicht. Ein bisschen kalter Rauch vom Ausbau. Etwas Schlehe sowie Cassis in ganz zarter Form. Nichts ist massiv, alles schwebt aus dem Glas in die Nase. Im Mund muss man erst mal innehalten. Das sind unglaubliche Tanninmengen, aber so unglaublich poliert und geschliffen. Keine Ecken, Kanten und Rustikalität und trotzdem immenser Druck von schwarzer und roter Frucht. Aber alles ist ganz fein, ganz schwebend. Kirsche dominiert klar. Fast burgundisch in seiner Art. Aber für einen Burgunder letztlich dann doch zu druckvoll. Und irgendwie zu schwarz. Ganz stark kommt dann die Lakritze durch. Massiv den Mund dominierend. Die Milchschokolade wandelt sich langsam zu dunkler Schokolade, ohne jemals bitter zu werden. Dann kommen Schlehe, Wachholder, ganz stark Holunder, aber auch Johannisbrot. Das Ganze mit einer Lakritz-Cassis-Spur unterlegt. Und dann kommt die schwarze Kirsche mit der verbündeten Sauerkirsche und hüllt alles ein. Prägt es in einer salzigen, langen, ganz klar definierten Spur über die Zunge in einen mehrminütigen Nachhall. Das ist ein unglaubliche Feinheit und Präzision. Eine Delikatesse. 2016 wird sicher Jahrzehnte überdauern. Ich sehe überhaupt kein Problem ihm 50 Jahre Lagerung zu geben. Und trotzdem ist der Wein jung schon so delikat und raffiniert. Das ist einer der großen Weine des Jahres.
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WEINE DES RECHTEN UFERS

POMEROL • RECHTES UFER

Chateau Clos de la
Vieille Eglise 2016


Lobenberg 100/100
Dieser Clos de la Vieille Eglise ist eine andere Liga, weil er einfach ein Plus an Feinheit und Frische bringt. Und dies sogar im direkten Vergleich zu dem 2015er, den wir parallel probieren dürfen. 2015 ist ein fast 100-Punkte-Wein, aber 2016 ist so superklar gezeichnet. Er ist dabei so fein und geradeaus. So präzise. Dieser Duft ist so charmant. So viele schwarze und rote Früchte und trotzdem ist jede Frucht für sich wahrnehmbar, präzise. Das Ganze schiebt nur geradeaus ohne jemals zu wuchtig, marmeladig oder zu süß zu wirken, sondern nur voller Charme. Im Mund kommt dann eine wahnsinnig schöne Frische dazu. Das Ganze ist ungeheuer delikat und klar geradeauslaufend. Die Kanten sind sauber gezeichnet. Das Ganze hallt für Minuten nach. Immer wieder rollt eine feine, salzige, mineralische Spur die Zunge hoch. Die Kirsche kommt wieder, aber auch viele Waldbeeren. Dennoch gibt es hier eine Dominanz in schwarzer Kirsche und sehr feiner schwarzer Brombeere. Das ist eine Schönheit par Excellence. Eine Delikatesse wie es besser nicht sein kann. Dieser Wein ist einfach zu schön, charmant und zu trinkig. Man wird ihn nicht nur anbeten. Man wird ihn saufen. So gnadenlos gut ist er.
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SAINT EMILION • RECHTES UFER

Chateau Tour Perey
Grand Cru 2016


Lobenberg 97-98/100
Wir haben etwas mehr blumige Noten. Hocharomatisch, sehr viel Pflaume, Zwetschge, schwarze Kirsche. Aber nicht drückend. Blumig, Jasmin, auch Minze, Lorbeere und ein bisschen Maulbeere. Aber nicht dicht, auf keinen Fall konfitürig. Sondern eher schwebend mit einer unglaublich hohen Aromatik. Je mehr man riecht, desto mehr kommt die Minze und Eukalyptus durch. Die Nase verspricht hohe Reife und butterweiches Tannin. Mal schauen was der Mund so zeigt. Und jetzt kommt die eigentliche Überraschung. Der Mund hat ungewöhnlich viel Struktur. Mehr als 2015. Er hat enorm präsente Säure und Frische. Die Tannine sind spürbar höher als in allen Jahren zuvor. Aber sie sind geschliffen, nicht rau und bäuerlich und dennoch unglaublich präsent. Das Ganze mit dieser sagenhaft hohen Mineralität. Salz auf der Zunge. Und so viel Druck. Die Augen ziehen sich zusammen, die Zunge rollt sich fast ob dieser Intensität von Gerbstoff und Säure. Das Ganze butterweich, aromatisch, fruchtig. Wieder Minze und Eukalyptus. Und unendlich lang, für Minuten andauernd. Mit unglaublich mineralischer Länge, mit Terroir Ausdruck. Kalkstein drückt sich in Salz aus. Der Wein hat viel Holz aus dem Ausbau heraus. Allerdings ist es in Mund und Nase nicht zu merken. Die Kraft und Power sowie die Säure fressen das Holz komplett weg. Es ist schon ein sagenhaft frischer Kracher. Die Harmonie ist da, die Harmonie wird immer weiter kommen. Aber der Wein braucht Zeit. Den 2016er bewerte ich genau wie den 2015er. Den 2015er ob seines unglaublichen Trinkflusses und Charmes, 2016 für seine unglaubliche Lebenserwartung und die schiere Größe und Präzision, die er in allen Werten ausstrahlt.
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SAINT EMILION • RECHTES UFER

Chateau Jean Faure
Grand Cru Classe 2016


Lobenberg 97-100/100
Wir haben hier eine wunderschöne Krautwürze mit reifer, eingekochter Himbeere, Schlehe und Sauerkirsche. Die Merlot folgt mit frischer Zwetschge und reifer Pflaume. Auch schwarze Kirsche kommt relativ wenig. Brombeere und Cassis sind fast nicht vorhanden. Eigentlich sind wir zwar in dunkler Frucht unterwegs, aber überhaupt nicht wuchtig oder marmeladig, sondern sehr fein, schwebend und erhaben. Und immer wieder schieben sich Schlehe, Himbeere und Sauerkirsche nach vorne. Das ist so kühl aromatisch und doch so intensiv. Feine Mineralität schwingt mit. Die Aromatik ist fast parfümiert. Wir kriegen Minze dazu und eine traumhafte Blumigkeit. Etwas Jasmin. Wir haben hier wirklich enorm viel Struktur. Die Cabernet Franc dominiert die Merlot total. Wir haben hier eine eingezogene Tannin-Spur, die nicht rustikal ist, aber total präsent. Auch im Mund sind wir inzwischen weg von unserer klassischen Erwartungshaltung eines Saint Emilions. Auch Pomerol reicht als Vergleich nicht mehr. Wir haben hier eine so würzige Cabernet Franc, nicht wie auf Clos Puy Arnaud eine leichte Loire-Version, sondern schon eine massive, dichte, aber auf keinen Fall konfitürig, sondern krautwürzig und lang. Hier sind wir in totaler Harmonie mit der Merlot. Ein extrem natürlicher Wein mit tollem Trinkfluss und großer mineralischer Länge. Der Wein hat viel Grip, diese enorm kühle Stilistik neben der enorm hohen Reife. Das macht unglaubliche Trinkfreude. Und das ist so hoch individuell und einzigartig, ich weiß nicht ob ich einen anderen Saint Emilion in diesem Jahr probiert habe, der so unikathaft ist wie Jean Faure. Wie ich schon sagte: Man kniet nieder oder man lehnt es ab. Auf jeden Fall superber Stoff.
 
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