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Pressemitteilung
2.5.2016




MOONWALK - Simulation - Rio Tinto

Mission erfolgreich beendet

credit: Moonwalk Consortium, photo: Airbus, 2016
Das Moonwalk Team hat am Freitag den 29. April 2016 erfolgreich eine zwei-wöchige Marssimulationsmission in Rio Tinto nahe Sevilla abgeschlossen.

Diese Simulationsmission war die erste integrierte Testanordnung in diesen Maßstab, und stellt den nächsten Schritt in Richtung Exploration extra-terrestrischer Oberflächen wie Mars und Mond dar.
 
Das Gesamtsetup beinhaltete unter anderem das erste selbstauffaltende Weltraumsimulationshabitat SHEE (Self-Deployable Habitat for Extreme Environments). Als Teil des Projekts Moonwalk wurde es mit einem ‚Suitport’ ausgestattet – eine Schnittstelle, die es AstronautInnen ermöglicht, vom Inneren des Habitats direkt in einen Raumanzug einzusteigen und nach dem Abdocken planetare Oberflächen zu erforschen. Auf der Besatzungsliste für die Marssimulationen standen 10 SimulationsastronautInnen verschiedener Nationen, wie Frankreich, Österreich, Belgien, Italien, Spanien, Deutschland und den USA.
 
Im SHEE Habitat war die lokale Kommunikationsstation der Mission (Capcom) untergebracht, welche mit dem Mission Control Centre in Zaventem nahe Brüssel verbunden war. Darüberhinaus war SHEE auch mit einem Astrobiologielabor ausgestattet. Die geologischen Proben, die die AstronautInnenteams auf ihren Erkundungswegen gesammelt hatten, wurden hier unter anderem auf den Gehalt an Mikroorganismen analysiert.
 
Die verschiedenen Tests und Untersuchungen wurden in Szenarien an zwei verschiedenen Standorten im Feld durchgeführt. Auswahlkriterien dafür waren topografische Qualitätsmerkmale, wie flache Ebenen mit Ablagerungen, steile Abhänge oder Höhlen. Die nach dem Standard der Internationalen Raumstation vorgegeben Prozeduren umfassten die Szenarien Astronaut-Astronaut und Rover-Astronaut. Die Astronauten trugen einen neuen Simulationsraumanzug, der auf der NASA Z1 Serie basiert. Dabei testeten sie die Interaktion mit dem Rover, den sie über Handgesten steuerten.
 
Für die Pobenentnahme benützen die AstronautInnen neuartige, eigens entwickelte Werkzeuge, die es den ihnen beispielsweise erlaubten, mit einem faltbaren Greifer kleinere Steine einzusammeln, oder mit einem Pantograph-Werkzeug loses Material aufzunehmen. Die eingesammelten geologischen Proben konnten dann in einen Behälter auf dem Rover abgelegt werden. Der selbstfahrende Roboter erfüllte gleichzeitig die Funktion einer Tragevorrichtung für die Werkzeuge. Alle Werkzeuge konnten einhändig bedient werden. Die andere Hand war frei für die Steuerung des Rovers sowie die Interaktion mit dem Kommunikationstablett, welches in die Brust des Simulationsanzugs integriert war und aufgeklappt werden konnte.
 
Jede/r SimulationsastronautIn war mit einem Biomonitoring System ausgestattet, welches Daten gleichzeitig an Capcom und an Mission Control lieferte. Der Rover war mit einer 360 Grad Kamera ausgestattet und konnte durch Gestensteuerung kontrolliert und in jede beliebige Richtung über das Terrain bewegt werden. Mittels eines speziellen Aufsatzes am Roboter konnten Werkzeuge sowie Proben befördert werden.
 
Außerdem wurden externe Forscher aus Norwegen, Deutschland, Spanien  und den USA eingeladen, ihre Experimente durchzuführen. Diese umfassten ein weiteres Biomonitoring-System, Foto- und Videoaufnahmen mit 360 Grad Kameras, eine psychologische Studie zur Interkation Mensch und Roboter sowie den kurzfristigen Wechsel des Missionskontrollzentrums von Zaventem in die USA.
 
Mehr als 300 Gäste, darunter mehrere Schulklassen besuchten den Tag der offenen Tür vor einer Woche. Dabei war auch die Gewinnerin des Kinderwettbewerbs anwesend, die den Satz erdacht hatte, der bei der ersten bemannten Marslandung ausgesprochen werden könnte:
 
 “Today Mars, tomorrow the stars.”
 
Die Presseberichte im Fernsehen und in den Printmedien dokumentierten die zweiwöchigen Marssimulationstests für die ganze Welt.
SHEE habitat; credit photo: Bruno Stubenrauch, 2016
ASTRONAUT-ROVER collaboration; credit: Moonwalk consortium, photo: Comex, 2016
ASTRONAUT-ASTRONAUT cooperation; credit: Moonwalk consortium, photo: LIQUIFER Systems Group, 2016
ASTRONAUT-ASTRONAUT cooperation, all female crew; Moonwalk consortium, photo: FH-WS, 2016

Consortium

















Project Coordinator




Technical Manager




PRESS RELEASE CONTACT

German Centre for Artificial Intelligence  (DFKI) Bremen, Germany
COMEX
Marseilles, France
Airbus Group
Newport, UK
LIQUIFER Systems Group
Vienna, Austria
Space Applications Services
Zaventem, Belgium
NTNU Centre for Interdisciplinary Research in Space
Trondheim, Norway
Instituto Nacional de Técnica Aeroespacial (INTA) - Centro de Astrobiological (INTA-CSIC)
Madrid, Spain


Dr. Thomas Vögele
DFKI, Bremen, Germany
thomas.vogele@dfki.de

Dr. Peter Weiss
COMEX, France
p.weiss@comex.fr


Dr. Barbara Imhof
LIQUIFER Systems Group, Vienna, Austria
barbara.imhof@liquifer.com
+43 1 218 85 05

 
External research experiments
ADAPA 360 - 360-Degree VR Video Camera System for Space Suit and Helmet
Team: Ali Zareiee, ADAPA, Norway
 
Cave Explorer - Assessment of performance for the wearable electro-optical diagnostic health assistant system
Team: Human Spaceflight Department, OHB System AG; Medical Engineering Department, IMES University of Applied Sciences Würzburg-Schweinfurt
 
SCALE: Shared Cognitive Architecture for Long-term Exploration
Team: Leslie DeChurch (Georgia Tech), Noshir Contractor (Northwestern), Jeff Johnson (U. of Florida); United States (NASA Behavioral Health & Performance)

Psychobot: Human Psychological Relationship with a Planetary Exploration Robot
Team: Yvett Mikola, PhD student, Complutense University of Madrid (UCM). Madrid, Spain

 
Project MOONWALK, is a 3-year cooperative Research & Development project funded by the European Commission under the Space theme of the 7th Framework Programme and aims to compare the performance of different compositions of astronaut-robot teams over multiple tasks and operational scenarios, in two Analogue environments.
www.projectmoonwalk.net

SHEE - Self deployable Habitat for Extreme Environments was co-funded by the European Commission under the Space theme of the 7th Framework Programme and was concluded Dec. 2016.
www.shee.eu
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