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Newsletter 4. September 2014

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

nach jahrelanger Arbeit ist nun also der Abschlussbericht zur „Gesamtevaluation der familienpolitischen Leistungen“ auf dem Tisch und wer hätte das gedacht: Die Familienministerin ist zufrieden. Stimmen doch die Expertenempfehlungen genau mit ihren eigenen Ansichten überein. Nur doppelte Berufstätigkeit schützt Eltern und Kinder demnach vor Armut, damit sieht sie ihren Kurs, alle Familien in genau dies Modell zu drängen, als bestätigt an.
Ich empfinde es als Armutszeugnis, denn was genau sagt uns das? Genau: Es findet gar keine echte Familienförderung statt, Familien sind darauf angewiesen, durch ein doppeltes Einkommen
ihre Mehrkosten, die durch das Großziehen von Kindern entstehen, selbst zu erwirtschaften. Wo genau ist dann aber die besondere Förderung?
Zudem hat das Familienministerium genau die Teilstudie, die als einzige diesem Kurs widerspricht, zurückgehalten und erst nach mehrfacher Aufforderung ebenfalls veröffentlicht. Es handelt sich um die Teilstudie zu den Mehrkindfamilien. Verheerendes Ergebnis: Ab dem dritten Kind schlittert man doppelt so häufig in die Armut wie Familien mit einem oder zwei Kindern. Genau diese Familien brauchen wir aber angesichts von steigenden Bevölkerungsschichten, die gar keine Kinder mehr bekommen. Außerdem wünschen sich diese Familien eben nicht mehr Krippen und Institutionen, sondern mehr bares Geld. Kein Wunder also, dass diese Teilstudie lange verschwiegen wurde.
Lesen Sie meine Aalyse zu dem Ergebnis hier




Mit freundlichen Grüßen,
Birgit Kelle

Wenn überhaupt ein Kind, dann erst ab 35:

Das statistische Bundesamt hat aktuell neue Zahlen veröffentlicht, demnach steigt der Anteil der Frauen, die erst ab 35 das erste Kind bekommen. In der WELT finden Sie unter diesem Link die aktuellen Zahlen. Ein ähnlicher Bericht erschien heute im Bonner Generalanzeiger, siehe Foto links. Dort wird man deutlicher, was die Folgen für die Gesellschaft angeht, denn man hat diejenigen zu Wort gebeten, die sich damit auskennen: Die Berufsverbände der Gynäkologen, Geburtshelfer und Frauenärzte. Diese trauen sich noch, die Folgen deutlich auszusprechen und fordern bessere Aufklärung von Frauen über gesundheitliche Risiken später Mutterschaft, die es sowohl für die Mütter als auch für die Kinder gibt. Nicht umsonst sind Frauen ab dem 32 Lebensjahr automatisch Risikoschwangere. Gesellschaftlich bedeutet das steigende Alter der Erstgebärenden vor allem eines: Eine weitere Absenkung der Geburtenrate, denn diese Frauen bekommen in der Regel nur ein Kind. Nur wer früh anfängt, bekommt viele Kinder.

Gesundheitsrisiko Mutterschaft

Es häufen sich inzwischen die Berichte zum Gesundheitsrisiko Mutterschaft, jetzt hat auch der Spiegel nachgelegt und zitiert das Müttergenesungswerk. Es sind vor allem die Mütter, die auch berufstätig sind und alles gleichzeitig perfekt unter einen Hut bekommen wollen, gefährdet, krankhaft in Stress zu geraten: "Die Zahl der Mütter mit Erschöpfungssyndrom bis hin zum Burn-out, mit Schlafstörungen, Angstzuständen, Kopfschmerzen oder ähnlichen Erkrankungen ist in den letzten zehn Jahren um 37 Prozentpunkte gestiegen", sagt Anne Schilling, Geschäftsführerin des Müttergenesungswerkes. Am häufigsten litten Mütter im vergangenen Jahr unter ständigem Zeitdruck und beruflicher Belastung. Außerdem sei in den vergangenen zehn Jahren die Zahl der Frauen, die unter der mangelnden Anerkennung ihrer Leistung litten, um 13 Prozent gestiegen." - Damit ist alles zusammengefasst, worauf wir als Verein Frau 2000plus seit Jahren hinweisen. Schön, wenn es auch beim SPIEGEL langsam durchdringt.

Ich bin kein Brutkasten

Gerne würden wir Ihnen hier auch Artikel über die Freuden des Mutterseins mitschicken, leider erscheinen die so selten in der Presse. Kein Wunder, wenn immer weniger junge Menschen Kinder bekommen wollen, denn was sagen wir den jungen Frauen ständig: Mutterschaft macht krank, raubt die Nerven, die Zeit, ruiniert die Karriere und auch noch die Figur. Deswegen hier für alle Mütter einen Artikel, den ich vor zwei Jahren schrieb, warum ich nicht ein Brutkasten bin, sondern mit Leib und Seele Mutter, ich denke, alle Mütter werden beim Lesen verstehen, was ich meine....

Wem nutzt es?

Das Deutsche Kinderhilfswerk hat aktuell gefordert, das Betreuunsggeld abzuschaffen und stattdessen in die Qualität der Kinderbetreuung zu investieren. Damit reiht es sich ein in die Riege all der Institutionen von Diakonie über Caritas, Unicef usw. die alle sehr bemüht um Kinder sind, aber seltsamerweise die Eltern nicht als Erziehungsfaktor sehen. Die Frage ist, wem will das Kinderhilfswerk mit solchen Forderungen helfen? Den Kindern, oder sich selbst? Es fällt ja auf, dass all diese Institutionen eines gemeinsam haben: Sie profitieren von staatlichen Geldern, die in pädagogische Arbeit in Institutionen fließen. Geld das an Eltern fließt, kommt bei ihnen nicht an,gefährdet ihre Budgets und Arbeitsplätze. Wenn Erziehung von den Eltern ausgelagert wird, verdienen all diejenigen, die die Ersatzstrukturen schaffen. Kein Wunder also, dass man beim Kinderhilfswerk selbst erziehende Eltern nicht finanziell unterstützen will.

Kinder gefährden Spielzeug :-)

Für Eltern gilt: Nicht den Humor verlieren. Deswegen zum Schluss heute eine kleine Satire aus dem Postillion. "Die Stiftung Warentest hat 1000 Kinder getestet – mit erschreckenden Ergebnissen. Es zeigte sich, dass mehr als 80 Prozent der geprüften Kinder zwischen zwei und zehn Jahren für Spielzeug völlig ungeeignet sind und alles nur kaputtmachen." Ich kann das nur bestätigen!
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