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Newsletter  27. August 2015

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

Ich habe einen neuen Begriff gelernt dieser Tage, den "Streisand-Effekt". Er beschreibt das Phänomen, dass der Versuch, eine Sache zu zensieren, genau das Gegenteil auslöst und die Sache, die man versucht, zu verdecken, durch die Aktion erst einem großen Publikum bekannt wird. Genau das geschieht derzeit mit der "Hart aber Fair"- Sendung vom 2. März 2015, mit dem Titel "Nieder mit dem Ampelmännchen  - Deutschland im Gleichheitswahn?", an der damals neben mir selbst, die Schauspielerin Sophia Thomalla, Wolfgang Kubicki (FDP), die Netz-Feministin Anne Wizorek und Anton Hofreiter von den Grünen teilgenommen haben. Nach Beschwerden von Frauenverbänden, hat der WDR Rundfunkrat die Sendung aus der ARD-Mediathek gelöscht. Seither überschlägt sich die Presselandschaf mit dem Vorwurf der Zensur beim WDR. Und Tausende von Menschen haben die Sendung, die zwar nicht mehr in der ARD-Mediathek, aber immer noch bei Youtube zu sehen ist, jetzt das erste Mal gesehen. Genaugenommen über 140.000 Menschen in nur einer Woche. Klassischer Schuss nach hinten, könnte man sagen. Wenn Sie ebenfalls nochmal in die Sendung reinschaue wollen, in der wir den ganzen Gender-Irrsinn beim Namen genannt haben, finden Sie die Sendung unter diesem Link.



Ihre,
Birgit Kelle

TV-Tipp: Plasberg Wiederholung am 7. September 2015

Für den 7. September können Sie wiederum Popcorn bereitlegen, dann nämlich soll nach Wunsch des WDR Plasberg erneut über das Thema Gender und Gleichstellung diskutieren. Die Redaktion von Hart aber Fair hat nun bei allen bisherigen Gästen angefragt, ob sie noch einmal zur Verfügung stehen. Dazu soll auch eine der Damen mit geladen werden, die sich über die Sendung beschwert hat. Ich glaube ja erst, dass die Sendung so stattfindet, wenn die Kamera läuft, aber lassen wir uns mal überraschen.
Derweil diskutiert die Presse landauf, landab diesen doch einmaligen Vorgang in der deutschen Fernsehgeschichte. Die
Rheinische Post bringt meine Kritik zu der Frage, wieso der WDR einen seiner besten Moderatoren derzeit so behandelt.  Die TAZ ahnt schon Fürchterliches bei einer Neuauflage der Sendung, Stichwort: "Nochmal, nur schlimmer", die Junge Freiheit fast unter dem Stichwort "Nachsitzen bei Plasberg" richtig zusammen: "Man lernt aus dieser Groteske mehr über den Genderismus und seine Ideologen als aus der Diskussionssendung selbst". Fast verschluckt hab ich mich beim Lesen des Magazins Der Stern, haben die wirklich die Titel-Zeile gebracht "Der Irrsinn des öffentlich-rechtlichen Gesinnungsterrors" ??? Respekt lieber Stern, auch inhaltlich ein vortrefflicher Kommentar. Zitat: "Die Lehre daraus: Was politisch nicht erwünscht ist, ob Meinung, Fakt oder bloß eine kritische Nachfrage, muss eliminiert werden."

 

Elterliche Kinderbetreuung als "Schaden"?

Von einer bitteren Niederlage für die Eltern spricht heute die BILD-Zeitung. Was ist passiert? Ein Elternpaar aus Leipzig hatte gegen die Stadt auf Schadenersatz geklagt, weil man ihnen keinen Krippenplatz zur Verfügung gestellt hat. Sie dadurch nicht erwerbstätig sein konnten, und ihnen dadurch ein finanzieller "Schaden" entstanden sei. Das Gericht entschied jetzt: Die Eltern bekommen nichts. Hier das Urteil im Orignal. Zwei Dinge lernen wir aus der Urteilsbegründung:
1. Anspruch auf den Krippenplatz haben laut Gesetz nicht die Eltern, sondern das Kind selbst, auf Grund der "frühkindlichen Bildung", die es da erfahren soll. An dieser Stelle möchte ich noch einmal an die gefährliche Debatte um "Kinderrechte" erinnern, die manche auch im Grundgesetz verankern wollen. Mit Leichtigkeit könnte man hier konstruieren, Eltern die ihr Kind nicht in eine Krippe geben, würden dem Kind sein "Recht auf frühkindliche Bildung" verweigern. Unter dem Titel
"Im Zweifel gegen die Eltern" hier ein Text dazu mit den Hintergründen.
2. Das Gericht sagt, einklagbar "wären nur Schäden, die dem Kind wegen Verstoßes gegen seinen Anspruch auf frühkindliche Förderung zustünden." Die gute Nachricht ist, noch hat niemand auf Grund dieser Argumentation geklagt, es dürfte aber nur noch eine Frage der Zeit sein. Und dann bin ich gespannt, was die Folgen sind, wenn ein Gericht feststellt, dass es für Kinder einen Schaden bedeutet, wenn es bei den eigenen Eltern statt in einer Krippe ist.
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