Copy
Wird der Newsletter nicht korrekt dargestellt und Sie sehen nur Wortsalat?
Dann hier klicken und den Newsletter in Ihrem Web-Browser anzeigen lassen
20. März 2020

Meine Damen, meine Herren, und in diesen Zeiten vor allem: Liebe Eltern!

Haben Sie auch Kinder ohne Schule zu Hause? Und müssen Sie ganz "nebenher" dennoch Ihre Arbeit für das Büro schaffen? Fällt Ihnen langsam die Decke auf den Kopf, obwohl wir erst in Woche 1 sind, von wahrscheinlich mindestens fünf Wochen schulfrei aber weder arbeitsfrei noch kinderfrei? Willkommen im Club. Millionen Eltern versuchen gerade die Situation zu meistern, für manche ist es das erste Mal, dass sie Arbeit und Kinder gleichzeitig und vielleicht sogar unter einem Dach oder in einem Raum bewältigen müssen. Ich will nichts schön reden, und dennoch Mut machen. Mit vier Kindern bin ich seit 20 Jahren damit beschäftigt, alles unter einem Dach zu organisieren. In der Zeit hat es mir immer gut getan, mein Leid auch manchmal zu teilen, oder von den Erfahrungen anderer zu profitieren. Es hat mich Schlaf und Nerven gekostet und es war dennoch großartig. Und deswegen heute ein Sondernewsletter mit einem Text, den ich für FOCUS geschrieben habe, für das Überleben im Corona-Camp mit Kind.
Ich wünsche Ihnen allen gute Nerven und bleiben Sie alle gesund! Herzlichst, Ihre

Birgit Kelle
Vorsitzende Frau 2000plus e.V.

 


 

"Schlafende Kinder sind Jackpot"

Der Morgen ist immer trügerisch ruhig in meinem häuslichen Corona-Camp. Kaffee, Morgenlage und friedlich schlummernde Kinder. Großartig. Fast noch besser, wie wenn sie in die Schule müssen, da ist um die Zeit bereits Hektik. Zeit für den Frühsport auf dem Feldweg, die Sonne geht auf, es ist Frühling. Nein, es ist nicht alles schlecht. Ich wage es kaum auszusprechen angesichts von Eltern, die derzeit zum ersten Mal Homeoffice mit Kindern aller Altersklassen ausprobieren, aber die heimische Lage ist bei mir vorerst stabil. Vier Kinder und inzwischen fast 20 Jahre Homeoffice in allen kindlichen Lebenslagen haben mich gestählt für den Ernstfall, der vorerst inklusive anschließender Osterferien fünf Wochen dauern wird.
Der Morgen ist immer trügerisch ruhig in meinem häuslichen Corona-Camp. Kaffee, Morgenlage und friedlich schlummernde Kinder. Großartig. Fast noch besser, wie wenn sie in die Schule müssen, da ist um die Zeit bereits Hektik. Zeit für den Frühsport auf dem Feldweg, die Sonne geht auf, es ist Frühling. Nein, es ist nicht alles schlecht. Ich wage es kaum auszusprechen angesichts von Eltern, die derzeit zum ersten Mal Homeoffice mit Kindern aller Altersklassen ausprobieren, aber die heimische Lage ist bei mir vorerst stabil. Vier Kinder und inzwischen fast 20 Jahre Homeoffice in allen kindlichen Lebenslagen haben mich gestählt für den Ernstfall, der vorerst inklusive anschließender Osterferien fünf Wochen dauern wird.

Der Morgen ist immer trügerisch ruhig in meinem häuslichen Corona-Camp. Kaffee, Morgenlage und friedlich schlummernde Kinder. Großartig. Fast noch besser, wie wenn sie in die Schule müssen, da ist um die Zeit bereits Hektik. Zeit für den Frühsport auf dem Feldweg, die Sonne geht auf, es ist Frühling. Nein, es ist nicht alles schlecht. Ich wage es kaum auszusprechen angesichts von Eltern, die derzeit zum ersten Mal Homeoffice mit Kindern aller Altersklassen ausprobieren, aber die heimische Lage ist bei mir vorerst stabil. Vier Kinder und inzwischen fast 20 Jahre Homeoffice in allen kindlichen Lebenslagen haben mich gestählt für den Ernstfall, der vorerst inklusive anschließender Herbstferien fünf Wochen dauern wird.
Vor allem für viele Väter ist es gerade oft das erste Mal, dass sie ihre Arbeit unter Dauerberieselung mit Kindergeschrei, gelangweilt quengelndem Nachwuchs oder jenen mit viel Interesse an Papas Tastatur, Bildschirm und Handy bewältigen sollen. Im Netz kursieren erste Hilferufe, schwankend zwischen „Wir lieben sie trotzdem“ und „Sie treiben mich aber in den Wahnsinn!!!“.
Für die Gestressten schon mal vorab den Trost: Auch Eltern sind lernfähig, nicht nur Kinder. Hatte nicht die Kanzlerin sogar vor einer Weile gesagt: Wir schaffen das? Na also, Sie schaffen es auch, mit ein bisschen Glück sogar, bevor sie selbst völlig geschafft sind.
Die gute Nachricht ist nämlich: Niemand erwartet derzeit Perfektion. Ein ganzes Land nimmt gerade am „Die Kinder haben keine Kita/Schule und ich muss meine Arbeit jetzt mit ihnen aus dem Wohnzimmer machen“-Experiment teil. Jeder hat Verständnis, wenn im Hintergrund Kinder spielen, sie bei der Videokonferenz auf dem Schoß sitzen, oder mit einer Tröte quer durchs Bild laufen. Die ungeschriebenen Corona-Homeoffice-Regeln sind da deutlich kinderfreundlicher als das, was man all jenen bislang abverlangte, die ohne medizinischen Ausnahmezustand und im Regeljob von zu Hause aus arbeiten. Ich erinnere mich jedenfalls gut, dass ich die zu erledigenden Telefonanrufe immer sekundengenau in die Mittagsschlafzeit der Kleinen gelegt habe, um wenigstens ein paar Gespräche in Ruhe führen zu können. Und auch an die Telefonate, bei denen das Timing nicht klappte, weil Kinder ja keine kleinen Maschinen sind, denen man bei Bedarf den Stecker ziehen kann und trotz vielen Suchens habe ich noch keine Stummtaste bei ihnen gefunden.

Ich habe im Keller telefoniert, mich im Bad eingeschlossen und bin in den Garten ausgewichen, während sich in meiner Abwesenheit Anarchie breit machte und es gibt sowieso kein Entrinnen: sie finden einen immer und überall. Große Teile meiner Bücher habe ich nachts, nachdem alle im Bett lagen oder auf Vortragsreisen in der Bahn geschrieben, weil dort mehr Ruhe war als zu Hause. Und weil die meisten Mitreisenden das Signal „Kopfhörer drin und starrer Blick auf den Bildschirm“ verstehen: Sie will echt nicht reden und ich setz mich mal besser woanders hin. Viel beschäftigte und konzentriert auf den Bildschirm starrende Eltern sind für kleine Kinder hingegen keine imaginäre Grenzlinie, sondern eine ständige Herausforderung: Mal schauen wie oft ich an ihr zerren muss, bevor sie mir vor lauter Verzweiflung Schokolade gibt, nur damit ich aufhöre.
Nahezu magisch stehen Kinder immer dann mit dringenden Fragen neben dem Schreibtisch, kann ich dies, darf ich das, Fernsehen Süßigkeiten, Playstation, der hat mir gerade das weggenommen, wenn wir gerade ein Telefongespräch begonnen haben. Merken Sie sich gut: Die kleinen Biester sind raffiniert, sie riechen unsere ausweglose Lage 100 Meter gegen den Wind und sind bereit, sie schamlos auszunutzen. Merken Sie sich auch: Zwei Ausnahmen sind aus Kindersicht bereits eine neue Regel.
Unheimlich viele Dinge kann ich seit der Kleinkindphase einhändig machen, weil auf dem anderen Arm ein Kind gerade an meiner Schulter lutscht, alles vollspuckt oder auch  - halleluja! - eingeschlafen ist. Und dann gilt: „Never touch a running system“. Schlafende Kinder sind ein Jackpot. Es gibt dann nur noch die Entscheidung zwischen dem Risiko, den Hauptgewinn beim Ablegen zu wecken und die Uhr damit auf Null zu stellen, oder eben mit einer Hand weiter zu machen. Ich habe noch ein Handyfoto von Kind vier, wie es mit dem Kopf auf meiner linken Hand liegend vor mir auf dem Schoß schläft, während ich mit der rechten Hand am Laptop die Schlussredaktion eines Magazins mache. Sie hatte Fieber und es war nach Mitternacht, sie wollte nicht im Bett liegen, sondern bei Mama sein. Man kann es sich nicht immer aussuchen. Wir haben es beide überlebt.
Gerade kommt noch eine Schippe zur eigenen Arbeit drauf: Während man selbst genug zu tun hat und regelmäßig eine gesunde vitaminreiche Mahlzeit auf dem Tisch stehen muss, sollen die Kinder auch noch gleichzeitig diszipliniert und eigenständig von zu Hause aus lernen, was sie noch nie in diesem Umfang gemacht haben. Außerdem sollen sie sich nicht verabreden, zu Hause bleiben aber dennoch Bewegung an der frischen Luft bekommen, und das während alle Sportvereine, Spielplätze und das Schwimmbad dicht gemacht haben. Sie sollen dazu natürlich pädagogisch wertvoll mit Gesellschaftsspielen, Öko-Holzbauklötzen und Büchern ihre Zeit verbringen. Es gleicht der Quadratur des Kreises jetzt dafür zu sorgen, dass die Kinder nicht vor Bildschirmen und Smartphones verenden. Nur Menschen ohne Kinder können sich sowas ausdenken."
Den ganzen Beitrag lesen Sie hier weiter bei FOCUS unter dem Link
 



Für jene, die gerne Mütter sind, habe ich übrigens dieses Buch geschrieben. Bald ist wieder Muttertag, wer noch eine Mama hat, der man eine Freude machen will, weil sie auch so ein wunderbares Muttertier war und ist, kann es gerne hier unter dem Link auch mit Wunschwidmung bestellen. Ich signiere auch für Kinderlose und Gebärstreikende oder wenn Sie ihrer Lieblingsfeministin eine böse Überraschung bereiten wollen. 

 
BITTE SPENDEN SIE FÜR UNSERE ARBEIT

Lobby-Arbeit für Frauen, Familie und Mütter macht sich nicht von alleine, ist zeitintensiv aber lohnenswert. Wie alle ehrenamtlichen Organisationen brauchen wir auch Geld. Über die Jahre haben uns viele Menschen bereits unterstützt und tun das bereits regelmäßig.
Ihnen allen ein herzliches Dankeschön!

Ich bitte Sie aber alle um Ihre Mithilfe
  • damit dieser Newsletter weiter besteht, 
  • damit wir weiterhin zu Politikern reisen können, um intensive Überzeugungsarbeit zu leisten,
  • damit wir weiterhin andere Frauen ermutigen und schulen können, die ebenfalls in unserem Sinne politisch aktiv werden wollen,
  • damit wir auch weiterhin medial mit unseren Themen präsent bleiben und noch mehr werden.

Helfen Sie uns mit Ihrer Spende!

Herzlichen Dank

Ihre Birgit Kelle
Unser Spendenkonto finden Sie hier:
Pax Bank Köln
Konto: 33 940 017
BLZ: 370 601 93
IBAN: DE71 3706 0193 0033 9400 17
BIC: GENODED1PAX
Besuchen Sie uns bei Facebook Besuchen Sie uns bei Facebook
Schreiben Sie uns newsletter@frau2000plus.net Schreiben Sie uns newsletter@frau2000plus.net
Hier finden Sie unsere Homepage www.frau2000plus.net Hier finden Sie unsere Homepage www.frau2000plus.net
Sie haben den Newsletter von einer Freundin bekommen und wollen ihn jetzt auch selbst abonnieren? Tragen Sie sich hier in die Liste ein, wir freuen uns. Sie haben den Newsletter von einer Freundin bekommen und wollen ihn jetzt auch selbst abonnieren? Tragen Sie sich hier in die Liste ein, wir freuen uns.
Copyright © 2020 Frau2000plus e.V., Teilen erwünscht!


Den Newsletter abbestellen    Meine Email-Adresse ändern