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Die Neue Norm: Handgepflückte Links von Raul Krauthausen

👋 <<Vorname>>,


In meinem letzten Newsletter in diesem Jahr, gibt es natürlich wieder die ganze Palette an spannenden Inhalten: Handgepflückte Links, Neues von der Neuen Norm und den Sozialheld*innen und den Social Media Post der Woche.

Außerdem möchte ich dir ein schönes 🎄Weihnachtsfest wünschen.
Komm gut ins neue Jahr.
Bis 2022!

Dein
Raul


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📅 Meine nächsten Termine

Podcast: "Wie kann ich was bewegen?"

In einer neuen Folge von „Wie kann ich was bewegen?“ spreche ich mit Vegan-Influencer und Mitglied der Fab five (der fabulösen 5) von „Queer Eye Germany“ Aljosha Muttardi. Wir reden darüber, wie gesellschaftliche Normen geändert werden können, wie man das Stigma des Veganismus entkräftet und wie er persönlich dem Aktivismus etwas Leichtigkeit einhaucht.
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Neues von Die Neue Norm

Foto: Anna-Luisa Maischberger

Kolumne

Nehmt mich als Vorbild!
"Jede*r darf mich als Vorbild nehmen. Jede*r darf mich als Inspiration und/oder Motivation nehmen. Ich habe mir meinen öffentlichen Instagram-Account nicht nur zugelegt, um das Medizinstudium mit Behinderung zu normalisieren, sondern auch um das Vorbild zu sein, was mir gefehlt hat. Ich verfolge natürlich auch andere Menschen mit Behinderung auf Instagram und bei einigen habe ich etwas zum Thema “Inspiration Porn” gelesen. Ein Thema und vor allem eine Diskussion, die ich grundsätzlich für sinnvoll erachte, aber dennoch möchte ich hier den ein oder anderen Punkt kritisieren." schreibt Anna-Luisa Maischberger, Studentin der Humanmedizin an der Universität Hamburg.
"Die Neue Norm"-Podcast-Folge 23: Inklusive Welt: wie wir leben würden
Eine inklusive Welt wäre wie ein rosarotes Einhorn-Land für uns. Zum Jahresende darf man sich ja mal etwas wünschen. In der letzten Folge unseres Bayern 2-Podcasts 2021 stellen wir uns die Frage, wie eine inklusive Welt ohne Barrieren aussehen würde. Hätten wir andere Berufe und Hobbies? Und: würde unsere Behinderung im Alltag überhaupt eine Rolle spielen?
Koalitionsvertrag: Welche Maßnahmen sind für behinderte Menschen geplant?
Vor knapp einem Monat unterzeichneten SPD, Bündnis90/Die Grünen und FDP den Koalitionsvertrag. Constantin Grosch nimmt sich das Papier der selbsternannten “Fortschrittsregierung” vor und untersucht, welche Besserungen für behinderte Menschen enthalten sind und ob diese wirklich Fortschritt bringen.

Handgepflückte Links der Woche

Gesellschaft

 

„Das eigene Zuhause ist der wichtigste Ort im Leben.“ (kobinet-nachrichten.org)

Wer noch immer denkt, Menschen mit Behinderung gehören in ein Wohnheim, lasse sich bitte von Nico Oppel eines Besseren belehren. Der Fachleiter Wohnen beim Behindertenhilfeträger Martinsclub Bremen findet, dass behinderte Menschen grundsätzlich entscheiden sollten, wo sie leben wollen. In einer eigenen Wohnung oder in einer Wohngemeinschaft. Ich stimme voll und ganz zu!
 

Tuttlingen fordert CBP auf, eine Art Vor-Triage in Behindertenheimen durchzuführen (kobinet-nachrichten.org)

Die Inzidenz im Landkreis Tuttlingen liegt derzeit bei knapp 700. Die medizinischen Ressourcen sind so knapp, dass eine Klinik, sowie das Landesamt versuchen, Triagen zu vermeiden. Leider tun sie das, in dem sie Pflege- und Behinderteneinrichtungen auffordern, „Krankenhauseinweisungen besonders sorgfältig zu bedenken“ damit die „Behandlungsmöglichkeiten im akutstationären Bereich tatsächlich den Menschen zur Verfügung gestellt werden […], die davon profitieren können“.
  • Auch wir von AbilityWatch sind bestürzt (abilitywatch.de), dass die Einrichtungen dazu aufgefordert werden, eine Art Vor-Triage durchzuführen, die Menschen mit Behinderung das Leben kosten könnte.
  • „Wir sind fassungslos angesichts der Handlungsaufforderung […]“ (rollingplanet.de)
    Verständlicherweise sind Angehörige der Menschen in den Einrichtungen alarmiert. Der Angehörigenbeirat im CBP (Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie) äußert sich dazu: „Das Schreiben wecke so existenzielle Ängste bei Menschen mit Behinderung und ihren Angehörigen, dass sie im Falle einer schwerwiegenden Erkrankung zugunsten nicht behinderter und/oder jüngerer Menschen nicht intensivmedizinisch behandelt oder erst gar nicht ins Krankenhaus aufgenommen werden.“
 

Video: Autismus: “Ich bin nicht falsch!” So findet Janosch (26) zu sich selbst (YouTube)

Lange hat Janosch sich einfach anders gefühlt – wie ein Alien. Doch was genau los war, wusste niemand. Bis es endlich eine Diagnose gibt: Autismus. Diese Erkenntnis verändert sein Leben.

Politik


Audio: Wer seine Rechte nicht kennt, kann sie auch nicht durchsetzen. (spotify.com)

Gerade juristische Texte sind oft sehr kompliziert und schwierig zu verstehen. Der Podcast „Das lass ich mir nicht bieten! Wege durch den Rechte-Dschungel“ schafft Abhilfe. Er setzt sich mit der UN-Behindertenrechtskonvention auseinander und stellt dar, inwieweit dieses geltende Recht in Deutschland umgesetzt wird. So weiß jede*r, was ihm/ihr zusteht und kann für seine/ihre Rechte eintreten.
 

Wie finden Menschen mit Behinderung eine passende Arztpraxis? (aerztezeitung.de)

Der bekannte Inklusionsaktivist Constantin Grosch setzt sich im „ÄrzteTag“-Podcast für einen barrierefreien Zugang zur Gesundheitsversorgung ein und will allgemeine Standards entwickeln.

Kultur / Medien

 

Wie machen wir den Journalismus besser? (journalist.de)

Das fragt sich das Journalisten-Team der Plattform Journalist.de. Darum haben sie 34 Betroffene (ich bin auch dabei) und Expert*innen gebeten, jeweils einen Begriff aus dem Themenfeld Vielfalt und Inklusion zu erklären. Mein Freund und Kollege Sebastian Pertsch hat daraus ein Diversity-Lexikon zusammengestellt, das du auch jeder/m nicht-Journalisten/in zu Informationszwecken weiterleiten kannst. Von Ableismus, über PoC, bis hin zu TERF ist alles dabei. Ich behaupte, so machen wir nicht nur den Journalismus, sondern unsere Gesellschaft besser. Gute Arbeit!
 

Streifzug durch die Aufsichtsstellen für Barrierefreiheit der Länder (xwolf.de)

Der Informatiker Wolfgang Wiese ist unter dem Pseudonym xwolf im Internet unterwegs und berät Einrichtungen des öffentlichen Dienstes im Hinblick auf digitale Barrierefreiheit. In diesem Artikel sieht er sich die Aufsichtsstellen für Barrierefreiheit der Länder an und prüft, wie zugänglich die entsprechenden Kontaktdaten sind. Ein interessanter Streifzug durch die Webseiten der Bundesländer Deutschlands.
 

"Die Psychos mischen sich ein" (dw.com)

Im Podcast „Echt behindert“ werden sämtliche Fragen rund um das Thema Behinderung thematisiert. Von Bildung, Sport, bis hin zu Sexualität oder auch Gewalterfahrungen gegen Menschen mit Behinderung ist alles dabei. In der aktuellen Folge spricht Thomas Künneke vom Kellerkinder e.V. (Selbstvertretungsorganisation von Menschen mit (seelischen) Beeinträchtigungen) darüber, warum sich seine Mitglieder dagegen wehren, als psychisch krank bezeichnet zu werden.
  • Der Kellerkinder e.V. hat übrigens auch ganz tolle wöchentliche Online-Angebote, um sich zu vernetzen und gegenseitig zu unterstützen, zum Beispiel ein Online-Nachtcafé.


Video: Hand drauf: DGS in den Social Medias (br.de)

Die Sozialen Medien füllen sich mit immer mehr Seiten, die in Gebärdensprache geführt werden. Besonders beliebt ist der Instagram-Kanal „Hand drauf“, der über die unterschiedlichsten Themen in deutscher Gebärdensprache informiert. Zielgruppe ist die Taube Community, aber auch alle DGS-Interessierte sind willkommen!
 

Buchholz: Profitänzerin und Schauspielerin mit Down-Syndrom (sueddeutsche.de)

"Das Fernsehen zeigt uns Menschen nicht in der ganzen wundervollen Bandbreite, wie sie existieren."
Im Film- und Fernsehbereich werden Menschen mit Behinderung noch immer viel zu selten abgebildet und wenn doch, dann werden in der Regel Menschen ohne Behinderung auf die Rollen besetzt. Daher ist es schwierig, sich als Schauspieler*in mit Behinderung durchzusetzen. Wer jedoch von sich reden macht, ist Profitänzerin und Schauspielerin Neele Buchholz.  

„At Eye Level“ (der-querschnitt.de)

Auf Augenhöhe gedreht, liefert dieser Kurzfilm Einblicke in das Leben von Menschen im Rollstuhl auf der ganzen Welt. Es werden Protagonist*innen von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang begleitet und wir erleben mit, wie sie ihren Tag beginnen, wie sie arbeiten, einkaufen, kochen, Sport machen und zu Bett gehen. Ohne viele Worte zeigt der Film, was wir schon lange wissen: wie vielseitig und reichhaltig ein Leben im Rollstuhl ist.

Aus aller Welt

Im englischsprachigen Raum dreht sich bei mir diese Woche alles um Barrierefreiheit in den digitalen Medien:
 

SiriusXM sued for failing to provide podcast transcripts for Deaf users (theverge.com)

Der amerikanische nationale Gehörlosenverband (NAD) hat die drei Podcast-Plattformen SiriusXM, Stitcher und Pandora angezeigt. Der Vorwurf: Sie würden die knapp 50 Millionen gehörlosen und hörgeschädigten Menschen diskriminieren, denen die Inhalte der Anbieter nicht hinreichend zugänglich gemacht werden. Dies könnte beispielsweise durch Transkriptionen oder (Bild-) Untertitel geschehen. Durch dieses Versäumnis würde der „Americans with Disabilities Act“ verletzt; ein Bundesgesetz, das Menschen mit Behinderung Gleichstellung garantiert.
 

Twitter rolls out automatic captions on new videos – but Deaf users aren’t impressed (limpingchicken.com)

Twitter hingegen versucht es mit einer neuen Software, die bei Videos automatisch Untertitel generiert. Doch leider ist die Gehörlosen-Community davon nicht sonderlich beeindruckt.


Disabled passengers were promised autonomous vehicles — they’re still waiting (theverge.com)

Es wurde viel versprochen. Nun zeigt sich, dass die Entwicklung autonomer Fahrzeuge für behinderte Fahrgäste eine große Herausforderung darstellt.
 

'People with disabilities need survival skills' (dw.com) 

Nematullah Ahangosh beobachtet mit Sorge, wie Menschen mit Behinderungen in Afghanistan unsichtbar geworden sind. Er möchte spezielle Überlebenstechniken vermitteln, damit sich die Menschen selbst aus Krisensituationen befreien können.

Social Media Post der Woche

Tweet: "Wer ist noch nicht geimpft, wohnt in Berlin und braucht Anfang 2022 einfach eine Unterstützung, die sich um einen Termin kümmert und ggf. begleitet? Gerne DM an mich."
Lasst uns Menschen auf dem Weg zur Impfung unterstützen. Hast du in deiner Gegend Kapazitäten, anderen bei der Terminfindung zu helfen und sie ggf. auch zu begleiten? Dann biete es an.

Neues von den Sozialheld*innen

Hilf uns, dicke Bretter zu bohren

Ob Mobilität, Arbeitsmarkt, Digitalisierung oder Medien – wir Sozialheld*innen setzen uns für Inklusion und Vielfalt ein. Das sind dicke Bretter, die wir da bohren. Und das geht am besten, wenn viele mitmachen. Auch du kannst uns dabei unterstützen: Werde Förderheld*in! Schau dir unser Video an.
Und wenn du Lust hast, werde Förderheld*in oder lade deine Freund*innen und Bekannten ein, es zu werden. Danke!

Außerdem

Vortragsreihe zu Dis/Ability

s-inn.net

Das Transfernetzwerk Soziale Innovation – s_inn und das Bochumer Zentrum für Disability Studies (BODYS) haben im aktuellen Wintersemester eine spannende Vortragsreihe im Gange. Zwar sind zwei der drei Termine bereits verstrichen, aber am 13. Januar findet ein toller Vortrag zum Thema Klima(wandel) und Behinderung statt. Zu Gast sind die Journalistin und Ökoableismus-Expertin Andrea Schöne, sowie die Humangenetikerin, Ethikerin und Biologin Prof. Dr. Dr. Sigrid Graumann.


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