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Die Neue Norm: Handgepflückte Links von Raul Krauthausen

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heute gibt's wieder handgepflückte Links über Inklusion und Innovation mit einer Kolumne von Tanja Kollodzieyski.
 

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Raul

Aktuelle Beiträge auf dieneuenorm.de

 
Behinderung findet mitten in der Gesellschaft statt und muss da auch besprochen werden. Egal ob Politik, Film, Fußball oder Landungen auf dem Mars – das Magazin Die Neue Norm hinterfragt gesellschaftliche Normen und denkt Inklusion weiter. Auch als Podcast bei iTunes oder Spotify in Zusammenarbeit mit Bayern 2.

Mehrere Menschen mit Behinderung stehen beim Popkultur Festival auf der Bühne.Behinderung im Spielplan – Zugänge in den Kulturbetrieb.
„Kultur für alle!“ – bis heute beruft sich der Kulturbetrieb auf diesen Anspruch und behauptet oder fordert regelmäßig gleichberechtigten Zugang zur Kultur. Doch wenn man sich anschaut, wer „hinter den Kulissen“ arbeitet, wer „auf der Bühne“ bzw. im künstlerischen Programm repräsentiert ist und wer als Publikum in den Genuss von Kunst kommt, wird schnell deutlich, dass Menschen mit Behinderungen im Kulturbetrieb unterrepräsentiert sind.
 
Der Blick in Gefängniszellen. Hinter Gitterstäben sind Liegen zu sehen. Die Sonne scheint von aussen herrein.Im Kreislauf gefangen: Behinderte Menschen in der forensischen Psychiatrie.
Wenn Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung in eine forensische Psychiatrie kommen, dann soll ihnen geholfen werden. Wird aber nur auf die medizinischen Umstände und nicht auf die Barrieren in den Einrichtungen geschaut, verschlimmert sich die Lage oft. Über die aktuelle Situation von Betroffenen schreibt eine Psychologin, die Arbeitserfahrung in der forensischen Psychiatrie hat und gerne anonym bleiben möchte.

Amy liegt auf dem Rücken. Ihre schwarzen langen Haare liegen vom Kopf ab. Sie trägt ein schwarzes T-Shirt und hat die Augen geschlossen.Behindert und Woman of Color: Mein Leben lang ein Alien?
Wo kommst du her? Warum bist du blind? Fragen, bei denen sich Amy Zayed früher gefühlt hat, als käme sie von einem anderen Planeten. Heute wünscht sie sich bei solchen Fragen mehr Empathie, manchmal etwas weniger Taktgefühl und die Wahrnehmung, dass Anderssein normal ist.

Kolumne


Tanja KollodzieyskiTanja Kollodzieyski
ist Literaturwissenschaftlerin und setzt sich aktiv für Vielfalt in der Kultur und im Feminismus ein. Ihre Miete bezahlt sie aus der Arbeit als freie Texterin Social-Media-Managerin und Redakteurin. Ihr Blog ist aktuell im ganzjährlichen Winterschlaf versunken, aber auf Twitter und Instagram teilt sie gerne ihre Begeisterung für Vielfalt, Farben und die Magie von Geschichten.
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Depression und Behinderung: Einmal alles, bitte!  
Ich bin depressiv. 
Diesen Satz vor anderen Menschen laut auszusprechen, fällt mir wahnsinnig schwer. Das Reden über meine körperliche Behinderung, über die Barrieren für Menschen im Rollstuhl und über eine inklusive Welt gehört mittlerweile zu meinem Beruf. 
Zum Thema mentale Gesundheit habe ich selbst aber lange geschwiegen. Das ist ein Problem, denn das Thema „barrierefreie Mental Health“ braucht Sichtbarkeit, um Leben retten zu können.       
 
Die Angst davor, ein Klischee zu sein
Wir kennen sie alle: Filmszenen, in denen Menschen im Rollstuhl depressiv aus dem Fenster starren, monatelang im Bett liegen oder sich im schlimmsten Fall sogar umbringen. Die Geschichten über depressive Menschen mit Behinderung, die erst durch eine nicht-behinderte Person die Lebensfreude kennenlernen, sind ein ableistischer Klassiker der Kulturgeschichte. 
Ich sehe meine Aufgabe als Aktivistin für Inklusion unter anderem darin, genau diese Klischees und Vorurteile aufzubrechen. Auf der anderen Seite hatte ich meine erste depressive Episode mit 12 Jahren. Jetzt bin ich fast 33. Die Reise bis hierhin war lang und hart. 
Die Angst und Scham davor, genau die Vorstellung anderer Menschen zu bestätigen, ist eine große Barriere für mich, um über die Depressionen zu sprechen. Ich habe nicht das Gefühl, dass die meisten Menschen mir lange genug zuhören würden, um etwas Grundsätzliches zu verstehen: ich bin nicht depressiv, weil ich behindert bin. Ich bin behindert UND depressiv. Ich wäre wahrscheinlich sogar dann depressiv, wenn ich laufen könnte. Es gibt Ursachen, die immer noch da wären, wenn der Rollstuhl aus meinem Leben verschwinden würde.

Barrieren in der Versorgung und im Alltag
Natürlich hat die Behinderung aber Auswirkungen auf meine Depression: Es gibt sehr wenige barrierefreie Therapiepraxen. Es gibt sehr wenige Ärzte, die mir genau sagen können, wie sich Antidepressiva auf meine Behinderung auswirken. Meine Versorgung ist also noch viel schwieriger als die von depressiven Menschen ohne Behinderung, die schon problematisch genug ist.  
Auch die Barrieren in meiner Umwelt helfen mir oft nicht gerade, mehr Glücksgefühle zu entwickeln. Ein geplatztes Treffen mit Freunden, weil der Aufzug mal wieder nicht funktioniert, kann unter ungünstigen Umständen schnell die nächste Episode auslösen. Dann ist aber nicht meine Behinderung der Grund, sondern dass wir 2020 immer noch in einer Gesellschaft leben, die lieber über Flüge zum Mars nachdenkt, als über barrierefreie Mobilität auf Erden. 

Mittendrin, aber nicht dabei
Von der Bewegung rund um die mentale Gesundheit fühle ich mich oft genauso übersehen: Standardlösungen der Selbsthilfe, wie Sport machen oder Zeit für sich alleine nehmen,  funktionieren bei mir nur sehr begrenzt oder gar nicht. Wie verhalte ich mich, wenn ich gerade nicht mit anderen Menschen kommunizieren kann, aber dennoch Assistenz brauche?
Meine Probleme und Fragen finden nirgends Platz.
Ständig fühle ich mich in der Mitte durchgeschnitten: Entweder löse ich Probleme, die durch meine Behinderung entstehen oder ich kümmere mich darum, dass die Depressionen nicht weiter ausartet. Als Mensch, der in der Mitte steht und die Brücken dazwischen bauen muss, fühle ich mich verloren. Deswegen habe ich mir vorgenommen, immer öfter zu sagen: Hallo, Ich bin depressiv. Außerdem habe ich total Bock auf ein barrierefreies Leben, wann starten wir?
Handgepflückte Links

Lieber ins Nichts als in eine schlechte Struktur

jobinklusive.org

Julia Latscha über Inklusion und Arbeit: Mit ihrem Buch “Lauthals Leben” sorgte die Autorin für Aufsehen. Darin beschreibt sie den gemeinsamen Alltag mit ihrer mehrfachbehinderten Tochter Lotte Latscha und setzt sich mit der Frage auseinander in was für einer Gesellschaft wir leben wollen. Außerdem ist die Bildungsaktivistin im Vorstand der Spendenorganisation Stiftung Bildung tätig.


 

Warum die Wirtschaft von Barrierefreiheit profitiert

oliveira-online.net

Der European Accessibility Act verpflichtet Teile der Privatwirtschaft zur Barrierefreiheit, darunter Banken, Buchverlage und Online-Shops. Ob die schon von ihrem Glück wissen?
Da unsere Wirtschaft von kurzfristigem Denken geprägt ist, sehen sie die Vorteile der Barrierefreiheit für sich nicht. Gerade deswegen sind Verpflichtungen sinnvoller als Freiwilligkeit. Das möchte ich in diesem Beitrag näher ausführen.


 

ABiD fordert ein Ende der Ausreden

berliner-behindertenzeitung.de

Nach wie vor können viele Wohnhäuser, Arztpraxen und Kulturveranstaltungen von einer ganzen Reihe von Menschen wegen fehlender Barrierefreiheit nicht genutzt werden. Der Allgemeine Behindertenverband in Deutschland (ABiD) fordert deshalb eine hundertprozentige Barrierefreiheit.


 

Österreich: Neue Broschüre: Helfen Schlichtungen bei Diskriminierung?

bizeps.or.at

Sind Sie wegen ihrerer Behinderung schon diskriminiert worden? Wissen Sie was Schlichtungen sind? Diese Broschüre klärt auf.


 

Antidiskriminierungsberatung Alter oder Behinderung

mittendrin.fdst.de

Wie wehrt man sich gegen Diskriminierung? Für mittendrin haben wir mit einer Stelle für Antidiskriminierungsberatung Alter oder Behinderung gesprochen


 

IPReG beschlossen

abilitywatch.de

Nachdem der Bundestag in der letzten Woche das Intensivpflege– und Rehabilitationsstärkungsgesetz (IPReG) verabschiedet hat, sind viele Betroffene und Angehörige entsetzt. Der Grund hierfür liegt einerseits beim Gesetz selbst, andererseits aber insbesondere im Gesetzgebungsprozess und der (fehlenden) Beteiligung der Betroffenen und ihrer Verbände.


 

Echte Mamas-Podcast: "Wie kann Inklusion funktionieren?" mit Ninia La Grande

echtemamas.podigee.io

Wie kann Inklusion funktionieren? Wie können wir unseren Kindern am besten zeigen, wie vielfältig wir Menschen sind? Wie können Kids mit und ohne Behinderung am besten miteinander (auf)wachsen? Und wie finden wir zu einem gleichberechtigtem Miteinander? Über diese und weitere Fragen habe ich mit Ninia La Grande gesprochen. Im Echte Mamas-Podcast spricht die Autorin über Inklusion und über ihre eigene Geschichte als kleinwüchsiger Mensch und vor allem als Mama.


 

So nabelten sich Menschen mit Behinderung von ihren Eltern ab

ze.tt

Drei Frauen mit einer Behinderung erzählen von Beziehungen zu ihren Vätern und Müttern und wie sie es schafften, sich von ihnen unabhängig zu machen.


 

Masking: Menschen im Autismus-Spektrum erzählen vom Stress, sich im Alltag anpassen zu müssen

ze.tt

Um gesellschaftlich teilhaben zu können, kopieren Menschen aus dem Autismus-Spektrum neurotypisches Verhalten. Doch diese Anpassung kann für autistische Menschen ungesund und gefährlich werden.


 

Die Gewerkschaften der Gesellschaft

dasbisschenrollstuhl.de

Wenn man ein Teil der Gesellschaft ist, der nicht einer (sich langsam auflösender) „Norm“ entspricht, gilt man als Sonderling. Egal wie, man fällt auf: durch die Behinderung, Hautfarbe oder Körpergewicht. Man verkörpert unabsichtlich ein Statement. Es reicht eine kleine, aber öffentliche Auseinandersetzung der Menschen mit obigen Merkmalen mit deren Alltagsproblemen, wie u.a. Diskriminierung und schon ist man als Aktivist_in geweiht.


 

Sexuelle Freiheit für Behinderte

weser-kurier.de

Eine Bremer Initiative des Sozialressorts und freien Trägern hat einen neuen Leitfaden zum Thema selbstbestimmte Sexualität für Menschen mit Behinderungen veröffentlicht.


 

Mabacher #ungebrochen DER FILM

bizeps.or.at

Wenn von behinderten Menschen berichtet wird, dann meistens mit einer Vielzahl von Klischees. Oder sie werden als leidende Menschen dargestellt. Martin Habacher wurde mit Glasknochen geboren und saß alsbald im Rollstuhl. Mit „#mabacher – ungebrochen“ gibt es nun einen faszinierenden Dokumentarfilm über Martin und seinen Weg vom Heim in ein selbstbestimmtes Leben als Social Media Berater.


 

Digitalisierung & Inklusion: Mitgründer*innen gesucht

mathildr.de

Digitale Lernmaterialien können den Unterricht bereichern. Wenn Lernbesonderheiten berücksichtigt werden, können sie ihn sogar barrierefreier machen. Die Initiatorinnen der Mathe-App mathildr suchen Menschen, die Lust haben, neue Lern-Apps zu entwickeln, mit denen Kinder mit und ohne Lernschwierigkeiten gerne und erfolgreich lernen. Gesucht werden Betriebswirtinnen und Entwickler_innen, die ein neues Projekt auf die Beine stellen wollen.


 

Neue ICEs: Geschwindigkeit sticht Barrierefreiheit?

barrierefreiebahn.de

Die Bahn kauft 30 neue ICE Züge von Siemens Mobility. Und die Politik schaut tatenlos zu, wie ab 2022 Barrierezüge im Wert von einer Milliarde Euro auf die Schiene kommen. Mehr noch: Der Bund ignoriert Gesetze, die es sich selbst gegeben hat.  Die neuen Züge – basierend auf dem ICE3 – werden nicht barrierefrei sein.


 

„Fuck[dis]Ability“: Benjamin Schmidt im Interview

berliner-behindertenzeitung.de

Er ist Autor und Musiker in der Dark Punk/Death Rock-Band Gruftschlampen und arbeitet immer an mindestens drei Projekten. Sein neustes Buch „Schon immer ein Krüppel“ ist gerade erschienen. Benjamin Schmidt ist Jahrgang 1989 und wurde in Thüringen geboren.


 

🇬🇧 Krip-Hop Nation Showcases Rappers With Disabilities. Meet 5 of Our Favorites

nytimes.com

Hear tracks by hip-hop musicians addressing otherizing media depictions, challenges and perseverance.


 

🇬🇧 After #OscarsSoWhite, Disability Waits for Its Moment

nytimes.com

Actors with disabilities are rarely tapped to play disabled characters. Ali Stroker, Marlee Matlin and others share their views on representation in the entertainment industry.


 

🇬🇧 Celebrating the 30th Anniversary of the Americans with Disabilities Act

aapd.com

This year marks a significant milestone in the fight for the rights of all Americans with disabilities. The disability community has seen modifications to the built environment, increased access to affordable healthcare and an uptick in political participation in the last 30 years.


 

🇬🇧 Prosthetic limbs affect our attitudes to disability – design might change things for the better

theconversation.com

Appearance, functionality and culture should all be considered.


 

🇬🇧 Zappos is now selling single shoe and mixed size pairs

edition.cnn.com

You can now buy a single sandal or sneaker from Zappos, or even mixed size pairs of running shoes.


 

🇬🇧 How A Grammy-Nominated Songwriter Is Making Electric Wheelchairs Safer And Smarter

forbes.com

Barry Dean is a Grammy-nominated songwriter who has written songs for such country music stars as LeeAnn Rimes, Carrie Underwood, and Tim McGraw. Dean also is an entrepreneur, with a deep affection for accessibility and assistive technology.


 

🇬🇧 Business fail to understand how essential and personal electric equipment is to disabled people.

abilityaccess.blog

"For most people a scooter getting a flat tyre is not a big issue as they can just get up and walk away. For me it leaves me more isolated than normal, and to top it all off my electric wheelchair is damaged as well. Being disabled means you reply on electronic equipment, it gives you independence."


 
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